Der Chefredakteur sprach mit dem Bekleidungsreferenten BR Erwin Behounek
BR Behounek: Jeder Feuerwehrmann verfügt über vier Polohemden, jeweils lang- und kurzärmelig, fünf Diensthosen, Socken, zwei Paar Halbschuhe, zwei Einsatzjacken, zwei Einsatzüberhosen, zwei Paar Stiefel, ein Paar Handschuhe und natürlich einen Einsatzhelm. Dazu kommt noch diverse Sportbekleidung.
Firefighter: Welche Bekleidungsstücke dürfen im Dienst jetzt nicht mehr verwendet werden?
BR Behounek: Die hellblauen Leibchen sowie die unterschiedlichen Sweater, welche im Lauf der Zeit über verschiedenste Quellen beschafft wurden, dürfen nicht mehr verwendet werden. Die Verwendung der Lang- und Kurzarmpullover ist erst ab dem Zeitpunkt der Auslieferung der neuen Dienstjacken nicht mehr zulässig.
Firefighter: Wann ist was zu tragen?
BR Behounek: Im Innendienst sind ein Polohemd, lang- oder kurzarm, mit Dienstgradabzeichen, eine Diensthose, dunkle Socken und ein Paar Halbschuhe zu tragen. Beim Dienstsport werden die dunkelblauen T-Shirts in Verbindung mit Sporthose- und Schuhen verwendet. Da der Dienstsport eine interne Angelegenheit ist, können hier auch die alten Leibchen oder Sweater verwendet werden. Das Tragen der Schutzbekleidung im Einsatz ist durch entsprechende Dienstanweisungen genau geregelt.
Firefighter: Gibt es auch Ausnahmen?
BR Behounek: Ausnahmen gibt es für die in der Küchen beschäftigten Mitarbeiter. Diese dürfen das dunkelblaue T-Shirt anstelle des Polos tragen. Bei offiziellen Anlässen wie etwa Begräbnissen, wird wie bisher die Ausgangsuniform verwendet. Beim Theaterdienst wird in Zukunft eine Diensthose, ein blaues Diensthemd mit blauer Krawatte und die neue Dienstjacke getragen. Für Offiziere gibt es eigene Bestimmungen.
Firefighter: Was kommt als nächstes und wann?
BR Behounek: Bereits ab Herbst dieses Jahres sollte die neue Dienstjacke verfügbar sein. Diese Jacke ist zweiteilig und besteht aus einer Fleecejacke und einer funktionellen Überjacke, welche mittels Reißverschluß verbunden werden können. Solche Jackensysteme haben sich bereits im Bergsport ausgezeichnet bewährt.
Firefighter: Die Frage klingt jetzt vielleicht komisch, aber wie soll was getragen werden?
BR Behounek: Ich weiß, dass die Kollegen ein unglaubliches Maß an Kreativität zeigen wenn es darum geht, Uniformteile nicht widmungsgemäß anzuziehen. Trotzdem ist bei einem uniformiertem Corps ein einheitliches Auftreten von großer Bedeutung. Es wirkt in der Öffentlichkeit ungünstig, wenn vereinzelte Mitarbeiter beispielsweise das Polohemd außerhalb der Hose tragen.
Firefighter: Ein Kritikpunkt sind die fehlenden Taschen an den Polohemden. Wo soll ich mir jetzt meinen Kugelschreiben hinstecken?
BR Behounek: Soll ich dir
das wirklich sagen? Außerdem hat die Hose fünf Taschen. Natürlich
kann man es nie allen recht machen, aber insgesamt ist es durch die Umstellung
der Uniform zu einer wesentlichen Verbesserung gekommen. So kann jeder die entsprechenden
Kleidungsstücke nach seinem individuellen Wärme- oder Kälteempfinden
auswählen.
BR Behounek: Die Kosten für Innendienst -, Einsatz- und Galauniform samt Helm, Stiefel usw. belaufen sich auf ca. ATS 40.000,-.
Firefighter: Ich danke
für das Gespräch!

BR Erwin Behounek ist Referatsleiter
C3 und Sektionsleiter-Stv. der Brandschutzsektion 2.
Er ist für Bekleidung, persönliche Ausrüstung und für den
Wasserdienst zuständig.
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