Bemerkenswerte Einsätze 1999

Einsatznummer 27 am 1.1.1999,

XI., Rosa Jochmann-Ring

Brand

Vermutlich infolge eines Feuerwerkskörpers, der durch ein offenes Fenster geflogen ist, kommt es im Schlafzimmer einer Wohnung des Wohnhauses der Gemeinde Wien zum Brand der Einrichtung. Der Wohnungsinhaber befindet sich bei der Ankunft der Feuerwehr auf der zur Wohnung gehörenden Loggia. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht.

Einsatznummer 193, 3.1.1999,

XXII., Ziegelhofstraße

Zimmerbrand

Durch eine brennende Kerze bricht in einer Wohnung ein Brand aus. Der 69jährige Wohnungsinhaber und eine anwesende Frau werden bereits vor der Ankunft der Feuerwehr vom Bewohner der Nachbarwohnung in Sicherheit gebracht. Der Wohnungsinhaber wird mit Sauerstoff beatmet und dem Rettungsdienst übergeben. Der Brand wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht.

Einsatznummer 287 vom 5.1.1999,

XV., Märzstraße

Christbaumbrand mit Folgen

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle steht eine Wohnung in Vollbrand. Laut Aussage des Wohnungsinhabers ist der Brand durch eine brennende Kerze am Christbaum ausgebrochen. Straßenseitig kommt es zu einem Flammenüberschlag bis in den Dachbereich des dreistöckigen Hauses. Der Brand wird straßenseitig mit einem Rohr über eine Drehleiter bekämpft. Über das Stiegenhaus wird das zweite Rohr unter Atemschutz vorgetragen.

Zwei Personen der Nachbarwohnung werden mit dem Rettungskorb der Drehleiter in Sicherheit gebracht; elf weitere Personen werden mit Fluchtfiltermasken über das Stiegenhaus evakuiert und dem Rettungsdienst übergeben. Gleichzeitig mit der Brandbekämpfung wird der Hochleistungslüfter in Stellung gebracht, Stiegenhaus sowie die Brandwohnung werden belüftet. Mittels Naßstaubsauger wird der im Bereich der Brandwohnung und der darunter liegenden Wohnungen entstandene Wasserschaden beseitigt.

Einsatznummer 376 vom 6.1.1999,

XII., Schallergasse

Brennende Müllbehälter

Aus unbekannter Ursache kommt es zum Brand der im Eingangsbereich des Wohnhauses stehenden Müllbehälter. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht. Fünf Personen müssen mit Fluchtfiltermasken aus zwei Wohnungen geleitet und an den Rettungsdienst übergeben weden.

Einsatznummer 571 vom 9.1.1999,

X., Herzgasse

Zimmerbrand

Aus ungeklärter Ursache bricht in einer Wohnung ein Brand aus. Die beiden anwesenden Frauen flüchten ins Stiegenhaus. Durch die offengelassene Wohnungstür gelangt der Qualm ins Stiegenhaus; in weiterer Folge platzen Scheiben. Bei Eintreffen der Feuerwehr schlagen die Flammen bereits über die Fassade in den nächst höheren Stock.

Ein Atemschutztrupp mit einem Rohr bekämpft den Brand, ein weiterer lüftet das Stiegenhaus und untersucht die betroffenen Wohnungen. Eine dritte Gruppe nimmt ein Rohr im Außenangriff vor, unterstützt die Drehleiter bei der Menschenrettung und belüftet das Stiegenhaus mit einem Ringlüfter. Insgesamt werden drei Frauen, darunter die Wohnungsinhaberin, die wieder ins verrauchte Stiegenhaus geeilt war, drei Kleinkinder und zwei Hunde mit Fluchtfiltermasken über das Stiegenhaus gerettet. Die übrigen Hausbewohner werden nach Entrauchung des Stiegenhauses ohne weitere Hilfsmittel ins Freie gebracht. Die Wohnungsinhaberin bricht im Freien zusammen und wird mit Sauerstoff behandelt. Sechs der geretteten Personen werden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in verschiedene Spitäler gebracht.

Einsatznummer 1044 vom 17.1.1999,

III., Klopsteinplatz

Wohnungsbrand mit Menschenrettung

Aus unbekannten Gründen bricht in einer Erdgeschoßwohnung ein Brand aus. Bei Ankunft der ersten Löschkräfte der Feuerwehr schlagen die Flammen aus der Wohnung auf den Gangbereich und versperren den Zugang zum Stiegenhaus. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung brennen drei Wohnungstüren vollständig ab; die dahinter liegenden Wohnungen bleiben weitgehend unbeschädigt. Parallel zur Brandbekämpfung (mit einem Rohr und unter Atemschutz) werden sieben Personen mittels Schiebe- und Drehleiter in Sicherheit gebracht. Nachdem der Brand gelöscht ist wird das Stiegenhaus von zwei Trupps belüftet. Im Gangbereich des ersten Stockwerks findet man eine bewußtlose Frau; anschließend werden 34 Personen mit Fluchtfiltermasken geschützt evakuiert und dem anwesenden Rettungsdienst übergeben. Auch einige Haustiere werden gerettet. Für zahlreiche Personen werden vom Büro für Sofortmaßnahmen Ersatzwohnungen organisiert.

Einsatznummer 1544 vom 24.1.1999,

XIX., Heiligenstädter Straße

Zimmerbrand - Alarmstufe 2

Bei Ankunft der Feuerwehr steht das Wohnzimmer einer Wohnung in Vollbrand, die Wohnungstüre ist bereits durchgebrannt und das Stiegenhaus ist massiv verraucht. Gleichzeitig mit der Vornahme eines Rohres wird durch zwei Atemschutztrupps das Stiegenhaus gelüftet und mit der Evakuierung der Wohnungen der betroffenen Stiege begon


nen. Die Nachrichtenzentrale erhöht aufgrund der zahlreichen Anzeigen auf Alarmstufe 2. Mehrere Menschen werden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zehn Haustiere werden an die Tierrettung übergeben.

Einsatznummer 1585 vom 24.1.1999,

XX., Klosterneuburgerstraße

Verrauchung nach Kellerbrand

Aus unbekannter Ursache gerät ein im Keller abgestellter Eiskasten in Brand. Als die Feuerwehr eintrifft ist das Stiegenhaus eines vierstöckigen Wohngebäudes verraucht, ca. zehn Personen befinden sich auf der Straße. Das Stiegenhaus wird unter Atemschutz kontrolliert, dabei werden weitere 15 Personen ins Freie gebracht. Der Entstehungsbrand wird unter Atemschutz mit einer Kübelspritze gelöscht. Mehrere Kinder werden für die Dauer des Ein-

satzes in einem Löschgruppenfahrzeug untergebracht, um sie vor der herrschenden Temperatur zu schützen. Fünf Menschen, darunter ein Kleinkind, werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die Kripo stellt Ermittlungen über die Brandursache an.

Einsatznummer 1837 vom 28.1.1999,

XXII., Wagramerstraße

Verkehrsunfall mit Lkw

Ein Sattelzug stößt mit einer Ecke des geladenen Containers gegen den Prallbalken einer ÖBB-Brücke, stürzt um und kommt zur Hälfte auf der Gegenfahrbahn in der Unterführung zu liegen. Beim Umstürzen fällt das Heck des Containers auf einen Klein-Lkw, ein entgegenkommender Pkw kracht in das Führerhaus der Zugmaschine und verletzt den Lenker des Sattelzuges schwer. Auch der Lenker des total flachgedrückten Klein-Lkws erleidet schwere Verletzungen. Beim Eintreffen der Feuerwehr sind die beiden Verletzten schon befreit. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wird der Lkw-Zug-Lenker mit dem Rettungshubschrauber, der zweite Verletzte mit dem Notarztwagen abtransportiert. Nach Heben des Containerhecks wird der Klein-Lkw unter dem Aufleger hervorgezogen und gesichert abgestellt. Die Ladung des Containers, 1285 Kartons mit Computergehäusen, wird auf ein angefordertes Fahrzeug umgeladen. In weiterer Folge wird der Sattelzug mit der Winde des Kranfahrzeuges aus der Unterführung gezogen und mit Hilfe von zwei Kranfahrzeugen auf die

Einsatznummer 1837


 

Räder gestellt. Laut Sicherheitswache wird das Unfallfahrzeug gerichtlich beschlagnahmt und in die Bundesprüfanstalt für Kraftfahrzeuge gebracht. Der beschädigte Pkw kann nach Ausbeulen eines Kotflügels die Fahrt fortsetzen. Eine Überprüfung der Brücke ergibt keine Beschädigung. Der ausgeflossene Dieseltreibstoff und Öle werden mit Bindemittel gebunden.

Einsatznummer 2228 vom 1.2.1999,

XX., Engerthstraße

Zimmerbrand

Bei Eintreffen der Feuerwehr steht ein Zimmer einer Zweizimmerwohnung in Vollbrand, der Brand greift auf Vorzimmer und Stiegenhaus über. Der Wohnungsinhaber ist bereits von der Sicherheitswache ins Freie gebracht worden; seine schweren Brandwunden werden mit Wasser gekühlt. Das Brandopfer wird vom Rettungsdienst übernommen und in ein Spital gebracht. Zugleich mit der Brandbekämpfung unter Atemschutz mit einem Rohr wird das Stiegenhaus unter Atemschutz begangen und durchlüftet. Die an den Fenstern stehenden Bewohnerinnen und Bewohner werden mittels Megaphondurchsagen beruhigt. Insgesamt werden sechs Personen mit Fluchtfiltermasken ins Freie gebracht; alle werden dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 2364 vom 3.2.1999,

XI., Ailecgasse

Brand - Alarmstufe 2

In einer in Umbau befindlichen Aufbereitungsanlage für kontaminiertes Erdreich bricht vermutlich bei Trennschneidearbeiten ein Brand aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr hat das Feuer vom 5. Stockwerk auf das nächst tiefere übergegriffen; die Anlagenteile bestehen überwiegend aus Kunststoff oder sind kunststoffbeschichtet. Als erste Maßnahme werden ein Rohr über eine Drehleiter unter Atemschutz sowie ein Rohr im Innenangriff vorgenommen. Die massive Rauchentwicklung macht ein Vordringen zum Brandherd zunächst unmöglich; wahrscheinlich durch abtropfende brennende Kunststoffteile breitet sich der Brand bis in das erste Geschoß aus. Kurz vor dem Eintreffen der zweiten Löschbereitschaft kann der Brand mit einem zusätzlichen Kombischaumrohr unter Kontrolle gebracht und schließlich gelöscht werden. Mehrere Nachuntersuchungen sind erforderlich, einige Glutnester werden dabei mittels Kübelspritze gelöscht.

Einsatznummer 2873 vom 8.2.1999,

XII., Thorvaldsengasse

Tödlicher Zimmerbrand

Aus nicht feststellbarer Ursache gerät im Wohnzimmer einer 66jährigen Frau ein Sofa und in weiterer Folge der Aufsatz eines Schrankes in Brand. Nach Einschlagen eines Fensters nimmt die Besatzung eines Bergelöschfahrzeuges ein Rohr über die Kombileiter vor und löscht den Brand unter Atemschutz. Die zweite Gruppe

öffnet die Wohnungstür gewaltsam und bringt die im Bett liegende Wohnungsinhaberin ins Freie. Der Notarzt kann nur mehr den Tod feststellen. Mittels Kübelspritze werden Nachlöscharbeiten durchgeführt; sämtliche Wohnungen werden kontrolliert.

Einsatznummer 3673 vom 15.2.1999,

XVIII., Währinger Gürtel

Tödlicher Verkehrsunfall

Eine etwa 80jährige Frau wird von einem zurückfahrenden Lkw überrollt und zwischen den hinteren Zwillingsreifen eingeklemmt. Der Rettungsdienst stellt den Tod der Frau fest. Erst nachdem der Lkw mittels Hebesatz aufgehoben wird, kann die Tote geborgen werden.

Einsatznummer 3786 vom 17.2.1999,

III., Neulinggasse

Botschaftsbesetzung: Assistenzleistung für Polizei

Die Polizei berichtet, daß etwa 30 Kurden die Keniatische Botschaft besetzt haben. Da ein Brandanschlag oder Selbstverbrennungen zu befürchten sind, trifft die Feuerwehr folgende Maßnahmen:

Beide Zugänge zum Botschaftsgebäude werden mit einer Löschleitung gesichert; der Haupteingang zusätzlich mit einem Pulverrohr versehen. An der Hausfront steht eine Drehleiter bereit. Im weiteren Einsatzverlauf werden die sich im zweiten Stock aufhaltenden Demonstranten von der Polizei in das Foyer gebracht und perlustriert. Der zweite Stock wird daraufhin von der Feuerwehr untersucht. Im Foyer verschüttet eine Demonstrantin ca. 2 Liter Benzin; daraufhin werden auf Intervention der Feuerwehr alle Personen ins Freie gebracht. Das verschüttete Benzin wird ebenso wie die im zweiten Geschoß gefundenen benzingetränkten Tücher, Benzinkanister und dergleichen entfernt.

Einsatznummer 5307 vom 7.3.1999,

XXI., Herzmanovsky-Orlando-Gasse

Brandanschlag in Aufzugskabine

Die Bewohner eines Gemeindebaus berichten, daß es im Stiegenhaus zu zwei Verpuffungen gekommen ist. Beim Eintreffen der Feuerwehr steht die im 5. Stock befindliche Aufzugskabine in Vollbrand. Das Stiegenhaus und einige offene Wohnungen sind stark verraucht. Durch die Druckwelle sind mehrere Wohnungstüren vom 4. Stock aufwärts aufgedrückt worden, mehrere Fensterscheiben und die Drahtgläser der Aufzugstüren sind geborsten. Vier Personen werden ins Freie gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Einige Bewohner im 7. Obergeschoß werden über eine Drehleiter beruhigt. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht, Stiegenhaus und Wohnungen unter Atemschutz untersucht und gelüftet. Da ein Brandanschlag nicht auszuschließen ist, zieht die Brandursachenermittlungsgruppe mehrere Proben aus dem Brandschutt; auch Kripo und Tatortgruppe werden angefordert.


Einsatznummer 5547 vom 11.3.1999,

IV., Prinz-Eugen-Straße

Brennendes Gas im Freien

Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten an einer Niederdruckgasleitung kommt es zum Austritt von Erdgas in eine Baugrube und schließlich zur Zündung des Gas-Luftgemischs. Ein in der Baugrube tätiger Arbeiter erleidet Verbrennungen 3. Grades, ein Arbeiter, der dem Verletzten zu Hilfe kommt, zieht sich ebenfalls Verbrennungen zu.

Die Feuerwehr sichert das Gebäude hinter der Baustelle mittels zweier C-Rohre und schützt es mit zwei Hydroschildern vor der Strahlungswärme der Gasfackel; dennoch bersten die Auslagenscheiben eines Autogeschäfts im Erdgeschoß. Das Gebäude wird begangen, der Keller zum Absperren des Gashaupthahns wird gewaltsam geöffnet. Die Gasleitung bei der Baustelle kann nicht abgesperrt werden; nach zwei Stunden haben die Gaswerke ihre Arbeiten soweit vorangetrieben, daß beiderseits der Unfallstelle Blasen gesetzt werden können. Parallel zu diesen Verschlußmaßnahmen werden die Leitungen mit Stickstoff gespült und die Baugrube mit Schaum geflutet. Ein Einsatzfoto ist am Titelblatt dieses Jahresberichtes abgebildet.

Einsatznummer 5875 vom 16.3.1999,

IX., Berggasse

Zimmerbrand

Vermutlich durch einen Zigarettenrest beginnen in einer Wohnung eine Bettbank und umliegende Einrichtungsgegenstände zu brennen. Die Wohnung wird von der Feuerwehr unter Atemschutz durchsucht, die Wohnungsinhaberin wird in der bereits stark verrauchten Wohnung im Brandraum unter einem Schreibtisch vorgefunden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird die Frau von der Feuerwehr erstversorgt. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht. Die verletzte Wohnungsinhaberin wird in ein Spital gebracht, ein verletzter Polizist vor Ort behandelt.

Einsatznummer 7072 vom 2.4.1999, X., Reumannplatz

Person unter der U-Bahn

Aus ungeklärter Ursache stürzt eine 37jährige Frau auf das Gleis 2 der U-Bahn-Station Reumannplatz und wird vom einfahrenden Zug überrollt.

Die Verkehrsbetriebe machen den betreffende Gleisbereich stromlos, auf den eingelegten Erdungskrücken kann bis zur Verunfallten vorgedrungen werden. Die bei Bewußtsein befindliche Frau wird vom Rettungsdienst erstversorgt und auf einer Schaufeltrage durch die offenstehenden Zugtüren auf den Bahnsteig getragen. Der Zug sowie der Gleisbereich werden mittels Kübelspritze gereinigt.

Einsatznummer 7249


 

Einsatznummer 7249 vom 5.4.1999,

XXII., Hermann Gebauer-Straße

Brennende Lkws - Alarmstufe 2

Zwei im Ladehof einer Lebensmittel-Firma abgestellte Kühl-Lkws geraten in Brand. Bei Eintreffen der Feuerwehr stehen sie in Vollbrand, das Feuer hat auf die Manipulationshalle sowie auf ein Büro übergegriffen. Von der Löschbereitschaft Floridsdorf werden im Erstangriff drei Rohre unter Atemschutz vorgenommen.

Bei Ankunft der Löschbereitschaft Donaustadt öffnet die Freiwillige Feuerwehr Breitenlee gerade den Zaun an der Südwestecke des Firmenareals, während die Löschbereitschaft Floridsdorf versucht, auf der Nordseite in das Gebäude einzudringen. Das Objekt wird mit einem Ringlüfter entraucht. Mittels Wärmebildkamera wird das Gebäude untersucht, die Besatzung des Umweltmeßfahrzeugs entnimmt Proben der Rauchgase. Die Löschkräfte richten eine Notbelüftung für die Lebendfischbecken ein. Die Brandursache wird durch die Tatortgruppe ermittelt.

Einsatznummer 7267 vom 5.4.1999,

X., Eibesbrunnergasse

Brennende Lagerschuppen - Alarmstufe 2

Bei Ankunft der Feuerwehr stehen eine Lagergarage und eine Werkstättenhalle einer Firma bereits in Vollbrand; die Flammen schlagen an mehreren Stellen aus dem Dachbereich. Es werden sofort fünf C-Rohre vorgenommen um den Brand im Außenangriff zu löschen. In weiterer Folge wird der Dachwasserwerfer eines Großtanklöschfahrzeuges eingesetzt. Zur zusätzlichen Wasserversorgung wird eine B-Zubringerleitung von einem Wechsellader-Schlauch gemeinsam einer Löschgruppe von der Eibesbrunnergasse, Ecke Wienerbergstraße aufgebaut, zwei weitere Löschfahrzeuge dienen als Relaisstationen. Ein tragbarer Wasserwerfer wird hofseitig in Stellung gebracht. Eine vorgefundene CO2-Gasflasche muss gekühlt und ins Freie gebracht werden. Die Rauchgase werden im Umweltmeßfahrzeug analysiert.

Einsatznummer 7400 vom 7.4.1999,

XIX., Obkirchergasse

Kind in Zwangslage

Ein zweieinhalbjähriger Bub wird mit der linken Hand im Förderband einer Supermarktkassa eingezwickt. Die Feuerwehrmänner entfernen die Abdeckung und befreien das Kind aus seiner Zwangslage. Der Bub wird zur Untersuchung dem Notarzt übergeben.

Einsatznummer 7567 vom 9.4.1999, V., Zentagasse

Gefährlicher Kellerbrand

Aus nicht feststellbarer Ursache kommt es in einem als Möbel- und Gerümpellager genutzten Keller (ca. 250 m²) zu einem Brand. Der Keller wird mit Mittelschaum geflutet, der Brand mit zwei weiteren Rohren unter Atemschutz

gelöscht. Das Objekt wird mit drei Ringlüftern und einem Hochleistungslüfter entraucht.

Einsatznummer 7758 vom 12.4.1999,

XXII., Breitenleerstraße

Brand in Tanklager

Bei Eintreffen der Feuerwehr ist die Lage des Brandherdes nicht klar; das Werksareal wird mit einem Dreirad der Betriebsfeuerwehr erkundet und der Brandherd dabei entdeckt. Vermutlich bei Schneidearbeiten mit einem Schweißbrenner hat die demontierte Isolierung eines 30.000 Liter fassenden Tanks abends Feuer gefangen. Da der Brandrauch stark nach Paraffin riecht und weißer Dampf aus Ventilen und Entlüftungen des Tanks austritt, wird der Tank mit zwei C-Rohren gekühlt und anschließend mitsamt der brennenden Isolierung mit einem Kombischaumrohr unter Atemschutz eingeschäumt. Zur weiteren Kühlung wird mit einem firmeneigenen Stahlrohr von einem auf dem Werksgelände befindlichen Hydranten aus der Tank über die abgeschnittene Ventil- und Rohrflansche mit Wasser befüllt. In weiterer Folge wird der Domdeckel geöffnet und das Stahlrohr in den Tank gehängt. Durch das Umweltmessfahrzeug werden Proben entnommen und auf der Wache analysiert.

Einsatznummer 7267


Einsatznummer 9232 vom 3.5.1999,

XXII., Pogrelzstraße

Gefahren des Blumenpflückens

Auf einem Acker befindet sich auf einer Länge von 30 Metern ein Berg von Bio- und Gemüseabfällen. Beim Blumenpflücken auf diesem Abfallhaufen stürzt eine 71jährige Frau und versinkt bis zu den Hüften in den Abfällen. Die Frau wird von der Feuerwehr befreit und dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 10291 vom 16.5.1999,

XX., Wasnergasse

Person in psychischer Notlage

Ein ungefähr 40jähriger Mann verbarrikadiert sich in einer Wohnung und droht, aus dem Fenster zu springen. Nachdem ein Sprungretter durch herabgeworfene Gegenstände beschädigt worden ist, wird ein zweiter Sprungretter aufgestellt. Der Einsatz von außen erfolgt durch zwei Mann der "WEGA"-Einsatztruppe über die Drehleiter, die bis zur Fensteröffnung geführt wird; die beiden Einsatzkräfte aktivieren dabei ein C-Rohr. Die Person wird abgelenkt und dann in Gewahrsam genommen. Der Mann wird wie die in der Wohnung befindliche Ehefrau dem Rettungsdienst übergeben, ebenso zwei Kinder.

20.5.1999,

Starke Regenfälle

Im Zuge der starken Regenfälle in den Abendstunden verzeichnet die Feuerwehr rund 110 Einsätze; die Einsatzkräfte werden vor allem zu Auspumparbeiten gerufen. In der Zeit von 21.45 bis 23.30 Uhr besteht erhöhte Einsatzbereitschaft.

Einsatznummer 11180 vom 25.5.1999,

XII., Kaulbachstraße

Folgenschwerer Zimmerbrand

Nächst des Schlafzimmers entsteht in einem ebenerdig gelegenen Wohnzimmer am späten Nachmittag ein Brand. Durch die starke Rauchentwicklung erstickt die sich im Schlafzimmer aufhaltende 79jährige Bewohnerin vermutlich beim Versuch zu flüchten. Der Brand wird von der Hauseigentümerin bemerkt; die Feuerwehr löscht das Feuer mit einem Rohr unter Atemschutz. Die leblose Person wird dem Rettungsdienst übergeben. In der Brandwohnung kommen weiters ein Hund, ein Kaninchen und zwei Ratten um.

Einsatznummer 11229 vom 26.5.1999,

V., Bacherplatz

Kind in Zwangslage

Ein dreijähriger Bub bleibt mit der rechten Hand im Spalt der halbgeöffneten Türe einer WC-Kabine zwischen Türblatt und Rahmen stecken. Die Hand schwillt an, das Kind kann von der Kindergärtnerin nicht befreit werden. Die Feuerwehr entfernt den verschraubten oberen Türkegel

bolzen und befreit das Kind aus seiner Lage; bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird der Bub erstversorgt.

Einsatznummer 11807 vom 1.6.1999,

XXII., Wagramer Straße

Ungewöhnliche Brandursache

Durch auf einer Deponie abgelagerte optische Linsen geraten Teile eines ca. 6.000 m³ umfassenden Sperrholzlagers in Brand. Der Brand wird mittels sechs C-Rohren und drei Wasserwerfern unter ständigem Umlagern mit drei Radladern der Betreiberfirma gelöscht. Da in unmittelbarer Nähe keine Wasserversorgung gegeben ist, wird ein Pendelbetrieb zwischen den Hydranten des nahegelegenen Industriegebietes eingerichtet. Durch das rechtzeitige Umlagern kann rund die Hälfte des Lagerbestandes vor einem Brandübergriff gesichert werden. Durch den Funkenflug entstehen mehrere Sekundärbrände im Bereich der benachbarten Deponie für Holzschnitzel; jene werden mit einem Rohr gelöscht, die Benetzung des Areals wird veranlasst. Gemeinsam mit dem Betreiber wird zum Schutz des Holzschnitzellagers eine fixe Leitung mit mehreren Sprühdüsen verlegt. Die Brandursachenermittlungsgruppe der Feuerwehr führt Erhebungen durch und stellt die optischen Linsen sicher.

Einsatznummer 11831 vom 1.6.1999,

XXI., Ignaz Köck-Straße

Gepfählter Bauarbeiter

Ein etwa 30jähriger Bauarbeiter stürzt von einem Gerüst auf Höhe des zweiten Obergeschosses ab und wird dabei von einem Armiereisen vom Mund bis unter das linke Ohr gepfählt. Das Armiereisen war vor Ankunft der Feuerwehr mittels Bolzenschneider abgeschnitten worden. Mit einem Baukran und einer Mulde wird der ansprechbare Verletzte nach einer Erstversorgung durch die Rettungskräfte auf ein gegenüberliegendes Feld transportiert; das Eintreffen eines Hubschraubers mit Chirurgen wird abgewartet. Danach wird beim Verladen in den Hubschrauber assistiert; die Betriebsfeuerwehr des AKH wird avisiert, mit dem erforderlichen Werkzeug auf das Eintreffen des Verletzten zu warten.

Einsatznummer11908 vom 2.6.1999

4., Graf-Stahemberg-Gasse

Einfangen eines Chamäleons

Ein Chamäleon flüchtet aus einem Wohnungsfenster und sonnt sich an der Hauswand. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen kann das bekanntlich nur schwer zu entdeckende Tier angelockt und der Besitzerin übergeben werden.

Einsatznummer 12224 vom 5.6.1999,

XXII., Donauinsel-Steinspornbrücke

Person droht zu ertrinken

In der Mitte des Entlastungsgerinnes kentert das Schlauch


 

boot, in dem ein 30jähriger Mann mit seinem dreijährigen Sohn unterwegs ist. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr wird das Kind von Passanten gerettet. Der Mann wird von Feuerwehrtauchern aufgefunden, mit einem Schlauchboot ans Ufer gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Der Bub wird in das SMZ Ost gebracht, der Vater nach erfolgreicher Wiederbelebung mit dem Hubschrauber in das AKH geflogen.

Einsatznummer 12655 vom 9.6.1999,

V., Högelmüllergasse

Dachbrand

Vermutlich durch einen Feuerwerkskörper der durch ein offenstehendes Fenster in den Dachboden eines Hauses gelangt, gerät dort gelagertes Gerümpel in Brand. Das Feuer greift auf Dachsparren und Teile der Ziegellatten über. Der Brand wird nach hofseitigem Aufziehen einer Löschleitung mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht; die stark erhitzten Holzteile des Dachstuhles werden gekühlt. Die unter dem Brandherd gelegenen Wohnungen werden auf Wasserschaden kontrolliert.

Einsatznummer 13495 vom 21.6.1999,

I., Michaelerplatz

Person in Zwangslage

Eine Frau war gegen 5:00 Uhr Früh in die Ausgrabungen am Michaelerplatz gefallen. Bei Ankunft der Feuerwehr - der Rettungsdienst ist schon am Unglücksort - befindet sich die Frau auf eine Vakuummatratze gebettet in etwa sieben Meter Tiefe, am Boden der Ausgrabungen. Über eine Hakenleiter steigen Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Verletzten (vermutlich Verletzungen im Rückgrat) ab; unter Verwendung von Rettungswanne und Flaschenzug wird die Frau auf Straßenniveau gebracht und dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 13524 vom 21.6.1999,

V., Hamburgerstraße

Verkehrsunfall - Person eingeklemmt

Nach einem Verkehrsunfall bleibt ein Pkw quer über der Fahrbahn auf dem Dach liegen. Der etwa 65 Jahre alte Lenker hängt in den Gurten, seine rechte Hand ist unter dem Fahrzeugdach eingeklemmt. Der Pkw wird händisch durch Umkippen auf die Räder gestellt, die Beifahrertüre mittels Hydraulikspreizer und Schere herausgeschnitten und so dem inzwischen eingetroffenen Notarzt der Zugang zu dem unbestimmten Grades Verletzten ermöglicht.

Einsatznummer 13997 vom 27.6.1999,

X., A 23 Ausfahrt Simmering

Verkehrsunfall

Ein Pkw kollidiert mit der rechten Leitschiene, überschlägt sich und kommt auf der linken Fahrzeugseite zu liegen. Der eingeklemmte Fahrer wird von der Motorrad-Staffel der Feuerwehr befreit und mit den beiden weiteren

Fahrzeuginsassen dem Rettungsdienst übergeben. Aufgrund der Seitenlage des Autos rinnt nahezu der gesamte Tankinhalt auf die Fahrbahn; der ausgeflossene Diesel wird mittels 50 Kilogramm Absodan gebunden, der Pkw abgeschleppt und gesichert abgestellt.

Einsatznummer 14077 vom 27.6.1999,

I., Herrengasse

Brennender U-Bahnwaggon - Alarmstufe 2

Vermutlich aufgrund eines Defekts kommt es zur Überhitzung im Bereich der Bremswiderstände einer Garnitur der U 3. Bei Ankunft der Feuerwehr ist die Räumung der Station bereits in Gang. Wegen der starken Verrauchung im Stationsbereich wird Alarmstufe 2 ausgelöst; ein Rohr mit angeschlossener Löschlanze wird vorgenommen. Gemeinsam mit dem Störtrupp wird nach händischem Verschieben der Garnitur eine Nachuntersuchung durchgeführt. Es wird auch die nächstgelegene U-Bahnstation "Volkstheater" untersucht, dabei aber keine Verrauchung festgestellt.

Einsatznummer 14113 vom 29.6.1999,

III., Schlachthausgasse

Brand in Abbruchobjekt

Vermutlich durch Brandstiftung kommt es in einer Erdgeschoßwohnung eines leerstehenden Abbruchhauses zu einem Brand. Das Feuer wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht; das gesamte Gebäude wird nach Personen durchsucht und gelüftet. Im Haus werden Gerümpel, Reifen und Fässer unbekannten Inhalts vorgefunden, wodurch sich die Nachlösch- und Ausräumarbeiten sehr schwierig gestalten.

Einsatznummer 14139 vom 29.6.1999,

X., Gußriegelstraße

Küchenbrand

Laut Aussage der Wohnungsinhaberin kommt es bei Inbetriebnahme des Gasherdes zum Brand des Teppichs und der Küchenmöbel. Die vor Eintreffen der Feuerwehr aus der Wohnung geflüchtete Frau wird dem Rettungsdienst übergeben. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht und das Stiegenhaus durch Öffnen der Fenster und mittels Ringlüfter belüftet.

Einsatznummer 15128 vom 10.7.1999,

XIV., Steinbruchstraße

Wäschelagerbrand - Alarmstufe 2

Bei Eintreffen der Feuerwehr steht ein etwa 300 m² großer Hallenteil mit dem umfangreichen Wäschelager der Zentralwäscherei der Stadt Wien in Vollbrand. Der Brand hat bereits auf die über dem Brandherd im Obergeschoß gelegene Wärmerückgewinnungsanlage (Stahlkonstruktion) sowie auf die Wärmedämmung der Dachhaut übergegriffen. Trotz Schwierigkeiten des Bewachungsdienstes beim Öffnen der elektrisch gesteuerten Tor- und Schrankenanlage gelingt es, durch umfassenden Einsatz von fünf unter


Atemschutz vorgetragenen Löschleitungen (Auslösen von Alarmstufe 2) die Brandausbreitung zu verhindern. Durch die nachalarmierten Kräfte der Löschbereitschaft "Mariahilf" wird das Objekt von Südwesten her erkundet, die Inbetriebnahme weiterer Löschleitungen ist nicht mehr erforderlich. Der Kies des Flachdaches wird auf rund 10 m² abgeräumt, die Dachhaut mittels Motortrennsäge aufgeschnitten, abgehoben und abgelöscht. Umfangreiche Sicherungs- und Nachlöscharbeiten sind erforderlich.

Einsatznummer 15305 vom 11.7.1999

X., Quellenstraße

Spatz in Zwangslage

Aus nicht feststellbarer Ursache stürzt ein Vogel (Spatz) in einen Rauchfang und ist schließlich im Rauchrohr eines

Ofens eingeschlossen. Von der Feuerwehr wird das Rauchrohr demontiert und der Vogel gerettet.

Einsatznummer 15592 vom 14.7.1999,
XVII., Jörgerstraße

Brand nach Explosion
In einer im vierten Stock eines Wohnhauses gelegenen Wohnung kommt es nach einer explosionsartigen Verpuffung zu einem Vollbrand. Durch den Explosionsdruck mitgerissene Splitter schlagen in die ca. 30 Meter entfernte Fensterfront eines Bürogebäudes ein. Nach gewaltsamen Öffnen der Wohnungstüre wird der Brand unter Atemschutz mit Löschleitung bekämpft und das Stiegenhaus mit einem Hochleistungslüfter entraucht. Im Zuge des Löschangriffs wird im WC eine männliche Person mit schweren Verbrennungen am gesamten Körper vorgefunden. Der Mann wird ins Stiegenhaus gebracht und mit Wasser benetzt. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wird der Verletzte, begleitet von einem Feuerwehrmann, der weiterhin mittels Kübelspritze die Verbrennungen kühlt, mit dem Notarztwagen ins AKH transportiert. Die Brandstätte wird der Tatortgruppe des Innenministeriums übergeben denn es waren drei offene Kanister mit brennbarer Flüssigkeit vorgefunden worden. Während des Einsatzes ziehen sich zwei Feuerwehrbeamte an den Schläfen und am Kinn Verbrennungen ersten Grades zu; sie werden ambulant versorgt.

Nr. 15729 vom 16.7.1999,

XXI., Donauturmstraße

Umgestürztes Betonmischfahrzeug

Wegen überhöhter Geschwindigkeit kippt ein Betonmischfahrzeug beim Abbiegen von der Donauturmstraße um und kommt seitlich auf einer angrenzenden Grünfläche zu liegen. Der Lenker wird vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Unterarmbruch ins Krankenhaus gebracht. Das Fahrzeug ist mit ca. acht m³ Flüssigbeton befüllt, das geschätzte Gesamtgewicht beträgt 30 Tonnen. Bis zum Eintreffen der von der Betonfirma angeforderten Kräne spülen die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Betonmischtrommel mit

Wasser und räumen die Trommel weitgehend aus; am Kraftstofftank des Fahrzeuges wird keine Beschädigung festgestellt. Das Betonmischfahrzeug wird schließlich von zwei Kranfahrzeugen (50 und 100 Tonnen) aufgestellt. Die Reinigung der Fahrbahn übernimmt die MA 48.

Einsatznummer 15851 vom 17.7.1999

X., Gudrunstraße

Zu früh!

Am Friedhofsgelände wird versehentlich eine noch lebende Person eingeschlossen. Von der Feuerwehr wird das Verlassen des Geländes mit einer Alu-Kombileiter ermöglicht.

Nr. 15862 vom 18.7.1999,

XXII., Berchtoldgasse

Wohnung in Vollbrand - Alarmstufe 2

Aus unbekannter Ursache gerät eine Wohnung im achten Stock eines Hauses in Vollbrand; da der Brand bereits beim Anmarsch von der Reichsbrücke aus zu sehen ist, wird sofort Alarmstufe 2 ausgelöst. Im Zuge des Einsatzes werden zuerst die in den angrenzenden Wohnungen befindlichen Menschen in Sicherheit gebracht. Der Wohnungsbrand wird nach gewaltsamen Öffnen der Eingangstüre mit einem Rohr unter Atemschutz im Innenangriff gelöscht. Da der Löschangriff sofort Wirkung zeigt kann die Alarmstufe 2 aufgehoben werden. Das Stiegenhaus wird mittels Hochleistungslüfters belüftet, die umliegenden Wohnungen werden begangen, auch die Dachkonstruktion über der Brandwohnung wird untersucht.

Nr. 15865 vom 18.7.1999,

XX., Marchfeldstraße

Zimmerbrand in einem Hochhaus

In einem achtstöckigen Wohnhaus, in dem sich 33 behindertengerechte Wohneinheiten befinden, bricht im Schlafzimmer einer Wohnung durch eine Kerze ein Brand aus. Löschversuche der Wohnungsinhaberin schlagen fehl; die Frau kann die Wohnung aus eigener Kraft verlassen und wird von ihrem Nachbarn mit dem Aufzug in eine oberhalb liegende Wohnung gebracht. Bei Eintreffen der Feuerwehr steht die Wohnung in Vollbrand. Die Rauchklappe im Stiegenhaus kann mit den vorhandenen Tastern nicht geöffnet werden, als erste Maßnahme wird das Stiegenhaus unter Atemschutz begangen. Danach wird mit einer Kombileiter von innen und mit einer über ein Parkdeck zugefahrenen Drehleiter die Rauchklappe im Stiegenhaus geöffnet; parallel dazu wird die Brandbekämpfung mit einem Rohr über die Trockensteigleitung und mit einem Rohr im Außenangriff begonnen. Die Gaszufuhr wird vom Störtrupp der Gaswerke unterbrochen. Aufgrund der Verrauchung des Stiegenhauses wird der K-Zug der Rettung angefordert. Unter Atemschutz werden fünf Personen mit Fluchtfiltermasken, teilweise mit Rollstühlen, über den Aufzug ins Freie gebracht. Zwei Personen müssen ins Kran


 

kenhaus gebracht werden. Die beim Einsatz entdeckten baulichen Mängel werden den zuständigen Stellen gemeldet.

Nr. 16158 vom 21.7.1999,

XX., Kunzgasse

Garagenbrand

Aus unbekannter Ursache gerät ein PKW auf einer Palette eines zweizelligen Palettensystems in der Garage eines Wohnobjekts in Brand. Nach gewaltsamen Öffnen der Garageneinfahrt wird der Brand mit zwei Schaumrohren und einem C-Rohr gelöscht, der Brandrauch über zwei Ringlüfter aus der Garage gesaugt. Nach Beendigung der Löscharbeiten wird die abgeschmolzene Hydraulikleitung provisorisch repariert; mit Hilfe der Firma, die das Palettensystem installiert hatte, wird die Box in der es gebrannt hatte auf Garagenniveau gebracht und der Pkw mittels Lastkette aus der Box gezogen. Während des gesamten Einsatzes wird das anliegende Haus auf Verrauchung kontrolliert.

Nr. 16227 vom 22.7.1999,

XVI., Thaliastraße

Küchenbrand

In einer Küche entsteht zwischen Gasherd und Spüle ein Brand; bei Eintreffen der Feuerwehr war die in der Wohnung befindliche Frau bereits auf den Gang geflüchtet, zwei Kinder befinden sich noch im Kinderzimmer der Wohnung und werden von einem Feuerwehrmann in Sicherheit gebracht. Der Brand wird mit einer Kübelspritze unter Atemschutz gelöscht; Personal der Gaswerke montiert den Gasherd ab um weitere Untersuchungen und Nachlöscharbeiten zu ermöglichen.

Nr.16668 vom 28.7.1999,

XVI., Herbststraße

Wohnungsbrand

Aus nicht feststellbarer Ursache bricht in einem Wohnzimmer ein Brand aus, der auch das Vorzimmer erfasst; zwei Personen können sich selbst ins Freie retten. Bei Ankunft der Feuerwehr stehen Wohnzimmer samt vorgelagerter Loggia und Vorzimmer in Vollbrand, die Flammen schlagen über die Fassade hoch. Mit einer von der Straße aus eingesetzten Löschleitung wird der Brand zurückgedrängt, so daß ein Atemschutztrupp mit einer zweiten Löschleitung über die Kombileiter auf die Loggia aufsteigen und zum Innenangriff übergehen kann. Die zwei aus der Wohnung geflüchteten Menschen werden vom angeforderten Rettungsdienst übernommen und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Die dritte Löschgruppe wird zum Zugang der Wohnhausanlage beordert und kontrolliert von dort unter Atemschutz das völlig verqualmte Stiegenhaus.

Nr. 16794 vom 29.7.1999,

X., Gußriegelstraße

Kind in Zwangslage

Beim Klettern bleibt ein elfjähriges Mädchen mit dem rechten Fuß in einer Astgabel eines Kirschbaumes in ca. zwei Metern Höhe hängen. Das Mädchen wird vorsichtig aus seiner Zwangslage befreit und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes auf eine Gartenbank gelegt. Das Eintreffen der inzwischen verständigten Mutter wird vom Rettungsdienst abgewartet.

Nr. 16901vom 30.7.1999,

XIV., A1 ca. 1 km vor Auhof

Verkehrsunfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Wien kommt ein Kleinbus von der Fahrbahn ab und landet im Straßengraben, nachdem er sich vermutlich überschlagen hatte. Die Besatzung eines Bergelöschfahrzeuges leistet gemeinsam mit Passanten nach dem Sichern der Unfallstelle bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes den Verletzten erste Hilfe. Um die Arbeiten der Rettung zu ermöglichen wird die Unfallstelle mittels Lichtfluters ausgeleuchtet. Die acht verletzten Fahrzeuginsassen werden nach der Erstversorgung in die umliegenden Spitäler gebracht. Der Abtransport des Kleinbusses und der herumliegenden Teile wird von der Sicherheitswache veranlasst.

Nr. 17155 vom 3.8.1999,

VI., Prinz Eugen-Straße

Brennende Pkws in Tiefgarage

In einer Tiefgarage brennen zwei Autos; der Brand wird von der Feuerwehr mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht, die Garagenbrandrauchentlüftung mit einem Hochleistungsringlüfter unterstützt und die gesamte Garage auf Personen abgesucht. Das gesamte Objekt wird kontrolliert, keine weitere Gefahr ist feststellbar; die Brandursachenermittlungsgruppe wird angefordert.

Nr. 17286 vom 5.8.1999,

XIX., Höhenstraße

Gefährliche Spritztour

Zwei Jugendliche waren mit einem nicht angemeldeten Pkw mit einem gestohlenen Kennzeichen von der Straße abgekommen und drohen über die Böschung abzustürzen. Am Steuer sitzt ein 16jähriges Mädchen, mit dem Fuß auf der Bremse verhindert sie den Absturz des Fahrzeugs. Der Pkw wird mit Hilfe einer Seilwinde auf die Straße gezogen, auf einen nahegelegenen Parkplatz gebracht und dort abgestellt.

Nr. 17540 vom 8.8.1999,

XV., Löschenkohlgasse

Wohnungsbrand mit Menschenrettung

In der Küche einer 40 m² großen Wohnung bricht ein Brand aus, erfasst diese zur Gänze und greift auf sämtliche andere Räume der Wohnung über. Die im Zimmer schlafende


Wohnungsinhaberin wird vom Brand überrascht, kann sich aber auf den Balkon flüchten. Bei Ankunft der Feuerwehr schlagen aus den Wohnungsfenstern meterhohe Flammen, dichter Rauch dringt aus der Balkontüre. Die Frau wird über eine Drehleiter vom Balkon gerettet und aufgrund des vermuteten Schocks dem Rettungsdienst übergeben. Der Brand wird mit einer unter Atemschutz vorgetragenen Löschleitung vom Stiegenhaus her angegriffen, die über die Drehleiter vorgenommene Leitung muß nicht mehr zum Einsatz gebracht werden.

Nr. 17878 vom 11.8.1999,

X., Johannitergasse

Gerümpelbrand

Aus ungeklärter Ursache gerät im zweiten Stock eines Abbruchgebäudes Gerümpel in Brand. Der Brand wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht; bei der Brandbekämpfung wird eine Frau vorgefunden und mittels Fluchtfiltermaske gerettet. Der Dame wird bis zum Eintreffen des Rettungsdiensts Sauerstoff über die Beatmungseinheit zugeführt. Das Gebäude wird begangen, es werden jedoch keine weiteren Personen entdeckt.

Einsatznummer 18912 vom 25.8.1999,

IXX., Heiligenstädterstraße

Schnell und bewaffnet

Ein stadteinwärts fahrender Pkw fährt ca. 100 Meter vor einer Kreuzung auf der linken Straßenseite gegen die Leit

schiene, reißt sich dabei die linke Vorderachse ab und kommt ca. 150 Meter nach der Kreuzung zum Stillstand. Die Lenkerin befindet sich noch im Fahrzeug und ist nicht ansprechbar. Mittels hydraulischer Rettungsgeräte wird dem Rettungsdienst der Zutritt ermöglicht; drei im Fahrzeug liegende Gewehre werden an die Sicherheitswache übergeben. Das ausgeflossene Motoröl wird mit Bindemittel gebunden, die Straße von Fahrzeugteilen gereinigt.

Einsatznummer 19148 vom 28.8.1999,

XII., Endergasse

Mahlzeit mit Folgen

Nach der Zubereitung eines Mittagessens wird vergessen, die Platte eines Cerankochfeldes abzudrehen. Dadurch entzündet sich Speiseöl; durch die Flammen und die entstehende Hitze wird ein Großteil der Kücheneinrichtung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht, die Wohnung gelüftet und die Kücheneinrichtung inklusive Holzdecke untersucht.

Einsatznummer 19405 vom 31.8.1999,

XXII., Straße der Menschenrechte

Person unter Traktor

Bei Gartenarbeiten stürzt ein Klein-Traktor über eine Treppe seitlich ab und der Fahrer kommt unter dem Fahrzeugaufbau zu liegen. Nach Anschlagen mittels Lastkette wird im direkten Zug mit der Seilwinde das Fahrzeug angeho

Einsatznummer 22489


 

ben und der Lenker befreit. Der Mann wird mit Verletzungen unbestimmten Grades dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 19653 vom 3.9.1999,

XXII., Wagramer Straße

Umgestürztes Transparent

Vermutlich infolge mangelhafter Befestigung fällt ein ca. 20 Meter langes und 1 Meter breites, mit Eisenstangen verstärktes, Werbetransparent eines Möbelhauses auf mehrere in einem Gastgarten sitzende Personen. Die vier Verletzten werden bereits vom Rettungsdienst versorgt; das Transparent wird von Mitarbeitern des Möbelhauses und laut Geschäftsführer bis auf weiteres nicht mehr angebracht.

Einsatznummer 20340 vom 13.9.1999,

III., A 23, Ausfahrt St. Marx

Wenn jemand eine Reise tut ..

Im Bereich der Tangente, Fahrtrichtung Süd, Abfahrt St. Marx verliert der stark alkoholisierter Lenker eines mit 49 Personen besetzten Reisebusses die Kontrolle über das Fahrzeug und fährt auf eine Leitschiene. Die 14 Verletzten werden vom Rettungsdienst übernommen; die übrigen Reisegäste mit einem Bus der Wiener Verkehrsbetriebe in ein Hotel gebracht. Der auf die Tangente sowie den darunter befindlichen Parkplatz ausgeflossene Kraftstoff wird mit zwanzig Säcken Absodan (je 20 kg) gebunden und anschließend durch die MA 48 mittels Kehrwagen entfernt. Der Reisebus wird auf der gesperrten Abfahrt Simmering gesichert abgestellt.

Einsatznummer 20476 vom 14.9.1999,

XI., Haidequerstraße

Schadstoffeinsatz

Beim Umfüllen von Chlorazetylchlorid (UN-Nr. 1752) kommt es vermutlich durch Feuchtigkeit zu einer heftigen Reaktion in einem Faß. Die Reaktion wird von der Betriebsfeuerwehr vor Eintreffen der Berufsfeuerwehr mit Sand eingedämmt; das Faß wird von der MA 68 unter Vollkörperschutz kontrolliert und die Reaktion mit trockenem Sand endgültig zum Stillstand gebracht. Das Faß wird in weiterer Folge von der EBS fachgerecht entsorgt. Eine Gefahr für Menschen und Umwelt ist durch die geringe Produktmenge nicht gegeben.

Einsatznummer 2491 vom 14.9.1999,

I., Fischerstiege

Selbstverbrennung

Nach ersten Erhebungen hat eine 28jährige Frau in einer Wohnung Selbstmord durch Übergießen mit Petroleum begangen. Auf Ersuchen der Polizei wird über die Drehleiter durch das Küchenfenster in die Wohnung eingestiegen und den Sicherheitswachebeamten der Zutritt in die Wohnung ermöglicht. Die Leiche wird in verbranntem und verwestem Zustand auf dem Boden liegend vorgefunden. Der Holzfußboden ist im Bereich des Wohnraums teilweise ver

brannt; vermutlich ist der Brand infolge Sauerstoffmangels von selbst erloschen. Die darunterliegende leerstehende Wohnung wird geöffnet und untersucht.

Einsatznummer 20687 vom 16.9.1999,

X., Neilreichgasse

Brand nach Mord

In einer Wohnung wird einem Mann ein Besteckmesser in den Hals gerammt; vermutlich unter Verwendung von brennbaren Flüssigkeiten wird dieselbe Person auf der Toilette angezündet. Ein Nachbar, der eine Person flüchten gesehen hat, entdeckt den Brand und verständigt die Polizei. Die Beamten der Sicherheitswache treten die Wohnungstüre ein, unternehmen Löschversuche mit zwei Pulverlöschern und schleppen den verbrannten Menschen in einem Teppich zur Wohnungstüre. Der Brand wird von der Feuerwehr mit der Kübelspritze unter Atemschutz gelöscht. Aus der Toilette werden Proben gezogen und analysiert, das Vorhandensein von Ethanol wird registriert. Der Rettungsdienst kann nur mehr den Tod des Verletzten feststellen.

Einsatznummer 20879 vom 19.9.1999,

III., Erdberger Lände

Verkehrsunfall - Person eingeklemmt

Bei einem Verkehrsunfall wird ein Mann auf der Rückbank eines Pkw eingeklemmt; er wird mit Hilfe des Spreizgeräts befreit und vom Rettungsdienst übernommen. Weitere vier Verletzte werden von der Rettung versorgt. Die beiden beschädigten Fahrzeuge werden gesichert abgestellt.

Einsatznummer 21064 vom 21.9.1999,

XXI., Koloniestraße

Brand

Aus unbekannter Ursache entsteht in einer Erdgeschoßwohnung ein Brand. Dieser wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht; der Wohnungsinhaber wird an den Rettungsdienst übergeben. Die in der über der Brandwohnung liegenden Wohneinheit befindlichen drei Personen werden über die Alu-Kombileiter mit Fluchtfiltermasken ins Freie gebracht; eine weitere Person aus dem ersten Stock wird ins Freie gebracht; die Wohnungen werden kontrolliert und durch Ringlüfter beflüftet.

Einsatznummer 21170 vom 22.9.1999,

XII., Malfattigasse

Kind in Zwangslage

Aus unbekannter Ursache verfängt sich ein zehnjähriges Mädchen zwischen der Wohnungstüre und dem Schließblech. Das Blech wird aufgebogen, das Kind befreit und der Mutter übergeben. Der Rettungsdienst wird von einem Beamten der Sicherheitswache angefordert.


Einsatznummer 21608 vom 29.9.1999,

II., Rotundenbrücke

Bergen einer Leiche

Eine männliche Person hatte sich am stromabwärts liegenden Brückengeländer etwa in der Mitte der Rotundenbrücke erhängt. Nach dem Absteigen über eine Hakenleiter kann der Tote mit einer Rettungsleine unter den Armen eingefangen und auf die Brücke gezogen werden. Dort wird er vom Rettungsdienst zugedeckt und bis zur Untersuchung durch die polizeiliche Kommission abgelegt.

Einsatznummer 22489 vom 7.10.1999,

XVII., Haslingergasse

Zimmerbrand

Bei Ankunft der Feuerwehr dringt dichter Rauch aus zwei gassen- und hofseitig gelegenen Wohnungsfenstern; die Wohnungsinhaberin befindet sich schon auf der Straße. Nach Aussage der Frau war es beim Beheizen des im Vorraum befindlichen Ofens zum Brand gekommen. Die Brandwohnung besteht aus zwei Zimmern, die beide im gesamten Bereich bis zu einer Höhe von ca. 2,5 Metern mit Textilien und sonstigem Hausrat angeräumt sind.

Als Erstmaßnahme wird das Stiegenhaus unter Atemschutz begangen und gelüftet. Nach Eintreffen der restlichen Löschgruppen wird ein weiteres Rohr unter Atemschutz im Innenangriff vorgenommen. Zwischenzeitlich werden fünf Personen über das Stiegenhaus in Sicherheit gebracht und dem Rettungsdienst übergeben; vier Leute werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Sämtliche Wohnungen werden begangen; das erste Bergelöschfahrzeug steht währenddessen als Rettungstrupp bereit.

Einsatznummer 22810 vom 11.10.1999,

XII., Schallergasse

Brennender Gaszähler

Im Elektro- und Gasstockwerksverteiler im ersten Stock eines Wohnhauses bricht ein Feuer aus; einer der Gaszähler ist bei Eintreffen der Feuerwehr bereits so beschädigt, daß Gas brennend austritt. Das Stiegenhaus ist so stark verraucht, daß den Bewohnern ein Verlassen des Hauses nicht mehr möglich ist. Nach Instellungbringen des Sprungkissens werden drei Erwachsene und zwei Kinder über die Drehleiter aus dem dritten Stock in Sicherheit gebracht. Zugleich wird mit einem Rohr und einem Pulverlöscher unter Atemschutz mit der Brandbekämpfung begonnen; mit dem Ablöschen der Gasflamme wird zugewartet bis die Gashauptleitung im Keller geschlossen ist. Der Zugang zum Keller wird erst nach gewaltsamen Öffnen der Kellertür möglich; die händisch auszulösende Brandrauchentlüftung für das Stiegenhaus funktioniert nicht, das Stiegenhaus wird mittels Ringlüfters belüftet. Zwei der fünf geretteten Personen werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.

Einsatznummer 22918 vom 13.10.1999,

III., Arsenal

Abgestürzter Arbeiter

Bei Montagearbeiten auf einem Funkmast am Dach des Postgebäudes stürzt ein Monteur mehrere Meter ab und bleibt schwer verletzt auf dem Flachdach eines Haustechnikaufbaues liegen. Der Mann wird mittels Rettungswanne zum Dachausstieg abgeseilt und anschließend zum Rettungsfahrzeug transportiert.

Einsatznummer 23008 vom 14.10.1999,

XX., Raffaelgasse

Wohnungsvollbrand

Aus nicht feststellbarer Ursache kommt es in einer Zweizimmerwohnung zu einem Vollbrand. Der verwirrte Wohnungsinhaber und die Bewohner zweier Nachbarwohnungen können selbst das Haus verlassen. Ein Mann wird von der Feuerwehr mit Hilfe einer Fluchtfiltermaske in Sicherheit gebracht. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz im Innenangriff und im Außenangriff mit einem weiteren Rohr gelöscht. Die Decke der Brandwohnung wird an mehreren Stellen geöffnet und nachgelöscht; die Gaszufuhr zur Wohnung wird gesperrt. Das Gebäude wird mittels Hochdruckringlüfters belüftet.

Einsatznummer 24324 vom 31.10.1999,

XXII., Meissnergasse

Mistkübelbrand mit Folgen

Aus unbekannter Ursache gerät in einer Küche ein Mistkübel in Brand. Das Feuer wird mittels Kübelspritze unter Atemschutz gelöscht, der Bewohner mit Rauchgasvergiftung ins Freie gebracht und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Sauerstoff versorgt. Das Stiegenhaus wird von einem weiteren Atemschutztrupp gelüftet, sämtliche Wohnungen werden kontrolliert.

Einsatznummer 25159 vom 11.11.1999,

XV., Alliogasse

Zimmerbrand mit Menschenrettung

In einem Gemeindebau bricht in einem Zimmer aus ungeklärter Ursache ein Brand aus. Bei Ankunft der Feuerwehr steht der Raum in Vollbrand, meterhohe Flammen schlagen aus dem Zimmerfenster. Der Wohnungsinhaber war rechtzeitig erwacht und konnte sich ins Stiegenhaus flüchten, wo er die Feuerwehr erwartet.

Das Feuer wird unter Atemschutz mit Hilfe einer über das Stiegenhaus vorgetragenen Löschleitung und einer zweiten über die Drehleiter vorgenommenen Löschleitung umfassend bekämpft. Zugleich werden drei vom Rauch in ihren Wohnungen eingeschlossene Hausparteien unter Einsatz von Fluchtfiltermasken in Sicherheit gebracht und vom Rettungsdienst medizinisch versorgt. Die übrigen Bewohner können in ihren Wohnungen verbleiben.


 

Einsatznummer 25222 vom 11.11.1999,

XXII., Spargelfeldstraße

Abgetriebenes Kind

Beim Spielen auf einer Kunststoffplatte am Badeteich Hirschstetten treibt ein zwölfjähriges Mädchen vom Ufer ab und kann aus eigener Kraft nicht mehr zurück. Das Mädchen wird mitsamt dem Floß durch Feuerwehrtaucher mit einer Rettungsleine an das Ufer gezogen.

Einsatznummer 25350 vom 13.11.1999,

V., Wehrgasse

Zimmerbrand

Aus unbekannter Ursache kommt es in einer Wohnung zu einem Glimmbrand mit trockener Destillation. Die Gaszufuhr zur Brandwohnung und zur Nachbarwohnung wird geschlossen. Nach gewaltsamen Öffnen des Wohnungseingangs wird der Brand mit einem Rohr Tankwasser unter Atemschutz gelöscht; im Wohnzimmer wird eine verkohlte Leiche vorgefunden.

13.11.1999, Einsatz des Katastrophenhilfsdienstes

in der Türkei

Nach dem neuerlichen schweren Erdbeben in der Türkei geht wiederum eine Einheit der Rettungshundestaffel des Katastrofenhilfsdienstes der Wiener Feuerwehr auf Auslandseinsatz: Drei Hundeführerinnen mit ihren Rettungshunden haben sich in den frühen Morgenstunden zusammen mit Rettungshundeteams anderer Organisationen in die international agierende AFDRU-Einheit des Österreichischen Bundesheeres eingegliedert und fliegen in das Erdbebengebiet.

Einsatznummer 25353 vom 13.11.1999,

XI., Fuchsbodengasse

Pferd in Zwangslage

Ein 21jähriges Pferd bricht durch eine Holzabsperrung und stürzt in ein dahinter liegendes Schwimmbecken. Das im Becken befindliche Wasser (ca. 30 m³) wird mit einer Unterwasserpumpe ausgepumpt. Der Versuch, das Tier über eine mittels Strohballen gebaute Treppe zu retten misslingt. Daraufhin wird nun - mit dem Einverständnis der Besitzerin - eine Beckenwand gewaltsam eingedrückt und mit der nachlaufenden Erde ein natürlicher Böschungswinkel geschaffen, über den das Pferd in Freiheit kann. Das geborgene Pferd wird dem Tierarzt übergeben.

Einsatznummer 26295 vom 25.11.1999,

XXI., Pfendlergasse

Person in Zwangslage

Bei Revisionsarbeiten an einer Abwasseranlage fällt ein 52jähriger Arbeiter in einen Schacht. Der Mann wird mittels Wannentrage der Drehleiter geborgen und dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 26324 vom 26.11.1999,

XIV., Höritzergasse

Missglückte Essenszubereitung

In Brand geratenes Speisefett löst einen Zimmervollbrand aus. Bei Ankunft der Feuerwehr dringt aus dem straßenseitig gelegenen Wohnungsfenster dichter Rauch, an den Fenstern der darüberliegenden Dachwohnung stehen mehrere Personen an den Fenstern und rufen um Hilfe. Der Bewohner der Brandwohnung kann sich selbst in Sicherheit bringen. Von zwei Bergelöschfahrzeugen wird je ein Rohr unter Atemschutz im Innenangriff vorgetragen, ein Atemschutztrupp wird zur Bergung der eingeschlossenen Personen eingesetzt. In weiterer Folge wird eine Drehleiter in Stellung gebracht, die Fenster der Dachgeschoßwohnung angefahren und jene kontrolliert. Der Gashaupthahn wird nach gewaltsamen Öffnen der Kellertüre abgesperrt.

Nr. 26794 vom 2.12.1999,

XXII., Jägermaisbogen

Brand

Aus unbekannter Ursache entsteht in einem Einfamilienhaus ein Brand im Wohnzimmer. Als die Feuerwehr eintrifft stehen das Zimmer und Teile des Stiegenaufgangs zum Obergeschoß in Vollbrand. Vier Personen waren von einem Nachbarn über einen Balkon im ersten Stock mit einer Leiter geborgen worden. Da noch eine weitere Person im Obergeschoß vermutet wird, wird zugleich mit der Vornahme von zwei Rohren (eines im Außen- eines im Innenangriff) von zwei Atemschutztrupps das Obergeschoß durchsucht. Eine ältere Frau wird am oberen Ende des Stiegenaufgangs leblos vorgefunden. Die Person wird ins Freie gebracht, der Arzt des Rettungsdienstes kann nur mehr ihren Tod feststellen.

Einsatznummer 26943 vom 3.12.1999,

XII., Hohenbergstraße

Zimmerbrand

Durch eine Adventkerze kommt es in der Küche einer Wohnung zu einem Brand; dieser wird unter Atemschutz mittels Kübelspritze gelöscht. Für den Abtransport des Brandrauchs wird der Hochleistungslüfter in Stellung gebracht. Die 82jährige Wohnungsinhaberin wird dem Rettungsdienst übergeben und von diesem einer Nachbarin zur häuslichen Pflege übergeben.

Nr. 27122 vom 6.12.1999,

II., Freudenauer Hafenstraße

Brand - Alarmstufe 4

In einer Lagerhalle einer Spedition bricht ein Brand aus; die örtliche automatische Brandmeldeanlage löst Alarm aus, das alarmierte Bergelöschfahrzeug findet bereits einen umfangreichen Brand vor und löst Alarmstufe 1 aus. Die Löschbereitschaft versucht vergebens von der Südseite her


den Brand einzudämmen, durch starken Nordwestwind werden die Flammen entlang der Trägerkonstruktion des Blechdaches sehr rasch weiter getrieben. Die infolge der Erhöhung auf Alarmstufe 4 eintreffenden Bereitschaften Zentrale, Donaustadt und Döbling werden an der Nordseite der brennenden Halle, an der Ostseite im Anbaubereich des mehrstöckigen Bürogebäudes zur Brandbekämpfung und zur zentralen Wasserversorgung vom Hafenbecken her eingesetzt. Durch diese Maßnahmen kann ein Übergreifen auf einen vierten Brandabschnitt, auf Nachbargebäude und Lagergut in der Umgebung verhindert werden. Die drei in Vollbrand geratenen Lagerhallen brennen samt Inhalt vollständig nieder, die Decken der Hallen stürzen ein. Zur Brandbekämpfung werden insgesamt bis zu vier Wasserwerfer und acht Rohre im Innenangriff eingesetzt. Mit abnehmender Brandintensität können die Ringmonitore zurückgenommen werden und werden durch C-Rohre, unter Atemschutz in die Hallen vorgetragen, ersetzt. Von der Umwelteinsatzgruppe werden Proben aus der Luft sowie vom abfließenden Löschwasser gezogen. Warum der Brand eine so schnelle Entwicklung genommen hat, soll im Zuge der Brandursachenermittlung geklärt werden. Ein Feuerwehrbeamter erleidet leichte Verletzungen, sonst kommen keine Personen zu Schaden.

Einsatznummer 27280 vom 8.12.1999,

XXII., Süßenbrunner Hauptstraße

Verkehrsunfall

Bei einem Unfall, ein Pkw kommt von der Fahrbahn ab und prallt gegen einen Baum, wird das Auto in mehrere Teile zerrissen; drei Menschen werden getötet und zwei Personen unbestimmten Grades verletzt. Von der bereits anwesenden Freiwilligen Feuerwehr Deutsch Wagram sind die beiden Verletzten schon dem Rettungsdienst übergeben worden. Mittels Winde und Lastkette wird der Pkw vom Baum gezogen; anschließend können zwei der getöteten Personen mittels hydraulischen Rettungssatzes geborgen werden. Von der Sicherheitswache wird das Eintreffen eines Fahrzeuges zur Entfernung des Autowracks abgewartet. Die Fahrbahn wird von der Freiwilligen Feuerwehr Süßenbrunn gereinigt.

Einsatznummer 27307 vom 8.12.1999,

X., Randhartingergasse

Advent, Advent ...

Vermutlich infolge eines brennenden Adventkranzes entsteht in einer Wohnungsküche ein Brand, der Teile der Kücheneinrichtung und eine Sitzgruppe erfasst. Der Brand wird mit zwei Kübelspritzen unter Atemschutz gelöscht, die Wohnung und das angrenzende Stiegenhaus belüftet.

Einsatznummer 27122


 

Die Bewohnerin wird dem Rettungsdienst, ihr Hund der Tierrettung übergeben.

Einsatznummer 27352 vom 8.12.1999,

XV., Rauchfangkehrergasse

CO-Unfall in einer Wohnung

Laut Aussage des Wohnungsinhabers hatten vier Personen hintereinander die Dusche in einem Kabinett benutzt, die von einem in der Küche angebrachten 5 Liter-Gasdurchlauferhitzer mit Warmwasser versorgt wird. Der Durchlauferhitzer ist nicht an einen Abgasfang angeschlossen. Da die in der Wohnung Anwesenden Übelkeit verspürten, war der Rettungsdienst gerufen worden; die Rettung untersucht alle Personen und nimmt zwei mit Verdacht auf CO-Vergiftung ins Spital mit. Der Inspektionsrauchfangkehrer überprüft die Feuerstätten und Rauchfänge der Wohnung und einer weiteren Wohneinheit. Die angeforderten Kräfte der Gaswerke führen Messungen durch und sperren den Durchlauferhitzer.

Einsatznummer 27484 vom 10.12.1999,

XII., Am Schöpfwerk

Zimmerbrand

Aus bislang ungeklärter Ursache steht ein Kinderzimmer in Vollbrand. Der Brand wird mit einem Rohr (Trockensteigleitung) unter Atemschutz gelöscht. Von einem Bergelöschfahrzeug wird zuerst eine Zubringleitung hergestellt und anschließend werden die Beamten als zweiter Atemschutztrupp zur Personenevakuierung eingesetzt. Die verbliebene Kräfte gehen die über der Brandwohnung gelegenen Geschoße ab, kontrollieren und belüften durch Öffnen der Fenster. Parallel zur Brandbekämpfung und Evakuierung wird ein Reserveatemschutztrupp gestellt und das Geschoß unter der brennenden Wohnung kontrolliert.

Einsatznummer 27975 vom 16.12.1999,

XIV., Hütteldorferstraße

Person unter Straßenbahn

Ein Mann ist unter dem Rahmen des vorderen Drehgestells der Straßenbahnlinie 49 eingeklemmt; er ist bei Eintreffen der Feuerwehr bereits vom Rettungsdienst ärztlich erstversorgt. Die Garnitur wird stromlos gemacht; anschließend das Drehgestell mit zwei RAK-Hebern soweit angehoben, daß der Verunfallte befreit, auf eine Unterlagsdecke gerollt und auf ihr unter dem Anhänger hervorgezogen werden kann. Die Rettungsleute übernehmen den Verletzten. Die Verkehrsfläche wird mit einem Rohr Tankwasser gereinigt. Für allenfalls nötige Streumaßnahmen gegen Vereisung wird die MA 48 angefordert.

Einsatznummer 28230 vom 19.12.1999,

VII., Siebensterngasse

Heißes Programm

In einer Wohnung gerät ein Fernsehgerät in Brand. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelingt es Hausbewohnern,

die Wohnungstür gewaltsam zu öffnen und den in Türnähe am Boden liegenden Wohnungsinhaber aus der raucherfüllten Wohnung zu retten. Der Mann wird bis zum Einlangen des Rettungsdienstes mit Sauerstoff behandelt. Der Brand wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht, das Stiegenhaus ebenfalls unter Atemschutz belüftet.

Einsatznummer 22273 vom 20.12.1999,

X., Laxenburgerstraße

Tödlicher Arbeitsunfall

Bei Demontagearbeiten an einem Teigrührwerk in der Betriebshalle eines Süßwarenherstellers wird, vermutlich infolge eines Kettenrisses, ein Arbeiter von der Wanne der Maschine erdrückt. Noch vor Beginn des Einsatzes der Feuerwehr wird von den Mitarbeitern des Rettungsdienstes der Tod des Mannes festgestellt. Unter Zuhilfenahme der Mini-Hebekissen des hydraulischen Rettungsspreitzers samt Handpumpe sowie Unterlagshölzern wird die Rührtrommel so weit angehoben, dass die leblose Person hervorgezogen werden kann.

Einsatznummer 28355 vom 21.12.1999,

XXI., Lundenburger Gasse

Brennendes Gartenhaus

Vermutlich durch einen defekten Rauchfang kommt es zum Vollbrand eines Gartenhausdaches, ebenso brennt dort eingelagertes Stroh und Gerümpel. Der Brand wird mit zwei C-Rohren, teilweise unter Atemschutz, gelöscht. Das Dach wird komplett entfernt und die Glutnester werden abgelöscht.

Einsatznummer 28425 vom 22.12.1999,

XIX., Boschstraße

Gefährliches Spiel mit dem Feuer

In einem Wohnhaus der Gemeinde Wien steht bei Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr eine Wohnung fast zur Gänze in Vollbrand. Laut Aussagen des Wohnungsinhabers ist der Brand durch Hantieren eines Kindes mit einer Kerze entstanden - Vorzimmer, zwei Kinderzimmer und die Küche sind komplett ausgebrannt. Der Wohnungsbrand wird mit einem Rohr unter Atemschutz im Innenangriff gelöscht. Der Aufzug wird außer Betrieb genommen; die Wohnungen in den über der Brandwohnung liegenden Stockwerken 5, 6 und 7 sind verraucht; ein Mann zeigt Anzeichen einer leichten Rauchgasvergiftung und wird dem Rettungsdienst übergeben. Das Stiegenhaus wird mit dem Ringlüfter belüftet, geborstene Fenster mit Folie provisorisch verschlossen.

Einsatznummer 28507 vom 23.12.1999,

XXI., Puschmanngasse

Brand

Aus unbekannter Ursache bricht im Obergeschoß eines Reihenhauses ein Brand aus. Bei Ankunft der Feuerwehr steht das gesamte obere Stockwerk (3 Zimmer und das Stie


genhaus) in Vollbrand. Eine gehbehinderte Frau befindet sich noch dort, ein Mann hat sich schon selbst in Sicherheit gebracht. Der Brand wird mit drei Rohren, zwei davon unter Atemschutz, gelöscht. Die im Obergeschoß befindliche Frau wird nur mehr leblos im Bett liegend vorgefunden. Der Wohnungsinhaber wird mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst übergeben. Die Wasserzufuhr wird im Keller geschlossen; der Störtrupp der E-Werke klemmt die Stromzufuhr ab. Die verstorbene Frau wird vom Sicherheitsdienst übernommen.

Einsatznummer 28608 vom 24.12.1999,

XXII. Pfefferminzenweg

Verletzte nach Zimmerbrand

Teile einer Zimmereinrichtung geraten in Brand; bei Eintreffen der Feuerwehr befinden sich die Bewohner des Hauses bereits im Freien, in weitere Folge werden sie vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Der Brand wird mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht; der Brandschutt wird vollständig in den Garten geräumt und abgelöscht; mit Hilfe eines Naßstaubsaugers wird im Haus das Löschwasser aufgenommen.

Einsatznummer 28655 vom 24.12.1999,

XII., Wilhelmstraße

Wohnzimmerbrand

Aus nicht feststellbarer Ursache stehen in einer Wohnung ein Sofa und verschiedene Gegenstände im Bereich eines Wohnzimmertisches in Brand. Nach gewaltsamen Öffnen der Wohnungstür werden die Bewohnerin und eine Katze neben der Wohnungstür liegend vorgefunden. Die Frau wird ins Stiegenhaus gebracht und mit Sauerstoff versorgt; dann wird sie vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Katze ist bereits tot. Mittels Kübelspritze löscht die Feuerwehr den Brand. Das Objekt wird kontrolliert und durch Öffnen von Fenstern belüftet.

Einsatznummer 28822 vom 26.12.1999,

II., Radingerstraße

Alle Jahre wieder ...

Durch einen Sternspritzer gerät ein in einem Wohnzimmer stehender Christbaum explosionsartig in Brand. Drei Personen können aus eigener Kraft die Wohnung verlassen. Der Brand wird von der Feuerwehr mittels Kübelspritze unter Atemschutz gelöscht. Die beim Brand entstandene Druckwelle hat das Wohnzimmerfenster nach außen gedrückt, auch die Fassadenisolierung ist beschädigt. Das Fensterglas wird entfernt, die Öffnung mit Folie verschlossen.

Einsatznummer 29352 vom 29.12.1999,

XIX., Boschstraße

Kabelbrand

Infolge eines technischen Defekts entsteht in einer Tiefkühltruhe ein Kabelbrand; dieser wird mittels Kübelspritze gelöscht und das Gerät spannungsfrei gemacht. Das Stiegenhaus wird unter Atemschutz kontrolliert und mit dem Hochleistungsringlüfter belüftet. Die Wohnungsinhaberin und deren 7jähriger Sohn werden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Rettungsdienst übergeben.

Einsatznummer 29585 vom 30.12.1999,

XXIII., Dirmhirngasse

Brand eines Sofas

Am Kopfende eines Liegesofas, auf dem sich eine Dame zur Ruhe gelegt hatte, bricht ein Brand aus (möglicherweise durch eine Tischlampe). Die Frau kann sich bis zur Wohnungstüre schleppen und wird dort - im Rauch liegend - nach dem gewaltsamen Öffnen der Türe von der Feuerwehr vorgefunden. Sie wird vom Rettungsdienst übernommen und über 20 Minuten reanimiert. Der Brand wird unter Atemschutz mit einem Rohr gelöscht.

Beim letzten Einsatz des Jahres 1999 wird die Feuerwehr am 31.12.99 um 23:56 Uhr von einer öffentlichen Telefonzelle missbräuchlich alarmiert; beim ersten Einsatz im Jahr 2000 muss um 00:01 Uhr ein verkehrsbehindernder Pkw ortsverändert werden.