Einsatzunfall am 4.6.2001 - BLF umgekippt
Besatzung nur leicht verletzt, Passanten kamen nicht zu Schaden![]() |
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Manchmal
gibt es Tage, da funktioniert nicht alles so, wie es soll.
Am Montag, den 4. 6. 2001 wurde die Lösch-bereitschaft "Zentrale"
zu einem Brand in einem Palais am Graben alarmiert. Im Zuge der Einsatzfahrt
kippte ein Bergelöschfahrzeug der Zentralfeuerwache im Bereich der Kreuzung
Kohlmarkt/Graben auf die rechte Seite. Die Fahrzeugbesatzung konnte das umgestürzte
Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen, die Feuerwehrmänner erlitten nur
leichte Verletzungen. Fremdpersonen kamen durch den Unfall nicht
zu Schaden.
Nach Absichern der Unfallstelle
und Aufnahme durch das Verkehrsunfallkommando der Polizei wurde das Fahrzeug
nach Ablassen des Wassertanks mit
einem Kranfahrzeug wieder aufgestellt.
Das Löschfahrzeug konnte anschließend selbständig die Werkstätte
„Floridsdorf“ anfahren, als Begleitschutz wurden das Kranfahrzeug und ein Werkstättenfahrzeug
mitgesendet. Die Reinigung der Fahrbahn wurde von der MA 48 durchgeführt.
Dieser Unfall wird natürlich
noch - wie jeder Einsatzunfall bei der Berufsfeuerwehr Wien - Gegenstand genauer
Untersuchungen sein. Ohne an dieser Stelle die Ergebnisse vorweg nehmen zu wollen,
kann man allerdings sagen, dass in solchen Fällen nicht nur die Fahrgeschwindigkeit
alleine, sondern die Geschwindigkeit in Verbindung mit dem Kurvenradius, der
Fahrbahnoberfläche und Neigung gemeinsam mit vielen anderen Kriterien wie
z. B. dem Fahrzeugschwerpunkt zum Kippen führen können.
Eines muss in diesem Zusammenhang aber in aller Deutlichkeit erwähnt werden:
Wir sitzen alle im selben Boot, nur manche rudern und andere angeln. Jene, die
im Nachhinein immer alles besser wissen, sind erfahrungsgemäß meist
die, die angeln!
Unfälle bei Einsatzfahrten wird es bei der Feuerwehr leider immer geben und wenn man etwas mit Sicherheit feststellen kann, dann ist es die Tatsache, dass bei diesem Job nicht nur die Einsätze gefährlich sind, sondern auch die Alarmfahrten.
Bei diesem Unfall wurde der Lenker des Einsatzfahrzeuges professionell psychologisch betreut.
"Ich möchte mich bei allen beteiligten Personen, vom ranghöchsten Offizier Dipl. Ing. Steinkellner über den Einsatzleiter Ing. Markl, den Gruppenkommandanten Manfred Luksch bis zur Psychologin und dem Feuerwehrseelsorger für die Betreuung in dieser für mich schwierigen Situation bedanken. Keiner hat mir Vorwürfe gemacht und alle haben versucht, mir zu helfen", erklärte der Lenker einige Tage danach gegenüber dem Firefighter.
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