Zum allerersten Male ist es gelungen historische Feuerwehrfahrzeuge aus mehreren Kontinenten, welche aus dem Zeitraum der 10er bis 30er Jahre stammten nach Wien zu lotsen. Dies alles im Rahmen einer Oldtimerfahrt, welche sich über insgesamt 8 Tage vom 1.-8. September 2001erstreckte. Ausgangspunkt war Donaueschingen am Ursprung der Donau und Ziel die Teilnahme beim diesjährigen Wiener Feuerwehrfest . Und das gelang erfreulicherweise auch allen Teilnehmern aus eigener Kraft und ohne grosse Schwierigkeiten das ersehnte Ziel zu erreichen.
Die Route führte über mehr als 750 Kilometer über Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Passau, Linz und Melk nach Wien.
In jeder Stadt wurden diese Edelsteine der Fahrzeuggeschichte präsentiert, bewundert und mehrmals auch gefeiert, was sie sich wirklich auch verdient hatten. Denn jahrzehntelang wurden mit diesen Feuerwehrautos unzählige Brände bekämpft und Menschen gerettet. Leider sind nur wenige dieser Fahrzeuge erhalten geblieben oder sogar einsatzbereit. Umso erfreulicher war es, dass der Tross geschlossen in Wien ankam und nach einer Fahrt durch unsere Stadt zum Rathausplatz geführt wurde.
Der Höhepunkt wurde aber erst bei der Einfahrt und der Präsentation der Super-Oldies beim diesjährigen Feuerwehrfest erreicht. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnten die Meilensteine der Fahrzeuggeschichte mit ihren historisch korrekt bekleideten Feuerwehrmännern betrachtet werden.
Das älteste Fahrzeug war der Austro Daimler DF 4 der Berufsfeuerwehr Wien aus dem Jahre 1912 und ist bereits 89!!! Jahre alt - das jüngste Fahrzeug eine offene Magirus Drehleiter KL 18 aus dem Feuerwehrmuseum Winnenden aus dem Jahre 1938. Dazu hatten sich Fahrzeuge aus deutscher, englischer, amerikanischer und sogar australischer Produktion eingefunden. Das vermutlich beeindruckendste nostalgische Fahrzeug war ein American Lafrange Pumper aus dem Jahre 1933. Dieses Fahrzeug war auch bezüglich seines Betriegsgeräusches jedermann sofort aufgefallen. Nebenbei erwähnt, verbraucht dieses grossvolumige Fahrzeug 100!!! Liter Sprit pro 100 Kilometer _ auch nicht gerade wenig.
La Frange Pumper 1933
Sinn dieser Oldtimer- Fahrt war es aber, nicht nur diese schönen Stücke der Öffentlichkeit zu präsentieren, sondern im Jahr der Freiwilligkeit auch auf das humanitäre Werk und das Engagement der zahlreichen Kollegen hinzuweisen.
Ing. Manfred Görlich
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