Zum Gedenken an Robert STEUBL

+ LM Robert Steubl (1959 - 2000)

Sehr geehrte Herren vom Vertrauenspersonenausschuß,

werte ehemalige Kollegen des Löschmeisters Robert STEUBL!

Vor allem Anderen möchte ich mich im Namen von Robert's Kindern und seiner Lebensgefährtin Martina für Ihre wirklich überwältigende Spendensammlung zugunsten derer recht herzlich bedanken!

Vor kurzem hat unsere Familie, in Verbindung mit anderen eingegangenen Spendengeldern, wie vom „Gedenkevent für Robert" von der Country-Music-Szene und alternativ zu Kranzspenden eine Aufteilung vorgenommen:

Je ¼ der Gesamtsumme wurde in Kapitalsparbüchern, lautend auf Robert's Kinder Viktoria, Lisa und Philipp angelegt und diese werden deren Müttern übergeben. Das 4. Viertel werden wir bar an Martina weiterreichen.

Das Sammelergebnis hat uns gezeigt, dass unser Sohn bei seinen Kollegen sehr beliebt gewesen sein musste, was uns posthum sehr geehrt hat.

Wir wissen, dass Robert mit Leib und Seele Feuerwehrmann war, sich für seinen Beruf und die damit verbundenen technischen Einrichtungen sehr interessiert hat!

Es hat ihn daher schwer getroffen, diesen, aufgrund des 24-Stunden-Dienstes sicherlich nicht leichten Beruf wegen der 1993 auftretenden Multiple-Sklerose-Erkrankung aufgeben zu müssen!

Bei dieser Gelegenheit möchte ich und meine Familie es nicht verabsäumen, Ihnen bzw. Ihren zuständigen Dienststellen meinen aufrichtigen Dank dafür auszusprechen, dass Sie es dienstzeitmäßig ermöglicht haben, dass Robert in den Genuss der Berufsunfähigkeitspension gelangen konnte!

Zum Glück hat sein Hausarzt damals gleich richtig geahnt, um welche Erkrankung es sich handeln könnte und ihn an die österreichische MS-Spezialistin, Frau Dr. MAIDA überwiesen. Dank deren Hilfe und Einsatz konnte seine Krankheit stabil gehalten werden und Robert hat damit zu leben gelernt.

Positiv für das Leben mit dem Wissen, wie es um ihn stand, war seine musikalische Tätigkeit. Durch den, nun freieren Tagesverlauf konnte er sich seiner geliebten Country-Musik voll widmen, lernte Texte und Melodien, entwickelte und verbesserte seinen eigenen Gesangsstil.

Die Ergebnisse blieben nicht aus: in der Country-Music-Szene war er bald als Robert „The Voice" bekannt und wurde so zum anerkannten Protagonisten dieses Genres.

Spitzenerlebnisse, wie 1994, wo er zwei Awards der Austrian-Country-Music-Federation für den „besten Sänger des Jahres" und das „beste Album des Jahres" errang und 1995
wieder einen Award als „bester Sänger des Jahres" erhielt, bestätigen seinen Einsatz! Aus einem seelischen Tief 1997 haben ihn seine Freunde aus der Szene wieder herausgeholt und er begann wieder verstärkt zu komponieren und textzudichten! Erst im September 2000 wurde er in Salzburg mit der Auszeichnung „King of Country 2000" geehrt!

Und gerade in dieser Aufwärtsphase voller Pläne für die Zukunft wurde er aus dem Leben gerissen und hinterließ eine Familie, geschockt und in großem Schmerz und auch die gesamte Country-Musik-Szene in tiefer Trauer!

Von einigen Ihrer Kollegen, welche ich ab und zu auf Veranstaltungen treffe, werde ich immer wieder gefragt, ob die MS Schuld an seinem Tod war? Nun, dies war nicht der Fall, sondern es war eine Gehirnblutung, die ihn im Schlaf überraschte und er daher ohne Schmerzen und ohne Bewusstsein entschlief. Die engsten Familienangehörigen hatten den Trost, die letzten Stunden an seinem Sterbebett verbringen zu können! Den friedlichen Anblick und die Gewissheit, dass die MS-Erkrankung nicht mehr Schaden an ihm nehmen kann, trösten uns! Aber wir können es noch immer nicht fassen, dass unser Sohn nicht mehr am Leben ist und werden noch sicher sehr lange brauchen, um den Schmerz und die Trauer überwinden zu können!

Unsere Bitte an Sie: gedenken auch Sie ab und zu an ihren ehemaligen Kollegen Robert STEUBL!

Wir danken Ihnen, dass Sie uns gestattet haben, diesen Artikel in Ihrer Zeitschrift platzieren zu dürfen!

Holga, Helmut & Wolfgang STEUBL und Martina DIRSCHL im Namen aller Hinterbliebenen.

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