Das
war der 4. Wiener Feuerwehrlauf
in Memoriam Michael Podhornik am 28. und 29. April 2001
Der 4. Wr. Feuerwehrlauf – ein besonders “feuriger” 10 km Lauf!
“Feurig” waren nicht so sehr die würzigen Pasta- und Spaghettigerichte zum “Aufladen” der Kohlehydratreserven im Rahmen der Startnummernvergabe am Vorabend des Laufes auf der Hauptfeuerwache Leopoldstadt (herzlichen Dank an alle Helfer!), sondern vielmehr die “heiße” Modeschau der Firma TOP DESIGN, die mit ihrer Vorführung von Sport- und Bademode die Stimmung bei Gästen und Feuerwehrkollegen gewaltig anheizte. Die “Feuerwehr-Combo” lieferte dazu die Musik.
Sonntag, 29 April 9:55 Uhr:
Pünktlich gab der Hauptorganisator Harald Habermayer, in Vertretung des Bezirksvorstehers für den 21. Bezirk Hr. Ing. Heinz Lehner, den Startschuss und schickte die Behindertensportler mit ihren Rennrollstühlen sowie die Läufer auf die Strecke. Mit 526 Nennungen gab es einen neuen Teilnehmerrekord.
Nach “windunterstützten” Kilometern Richtung Einlaufwehr, konnten die Athleten vor Kilometer 5, nach Überquerung der Donau, eine erfrischende Stärkung an der Verpflegestelle auf der Donauinsel einnehmen, um anschließend dem Gegenwind bis zur Jedleseer Brücke besser trotzen zu können.
Berits nach 20:16 min überquerte der erste Rollstuhlsportler, Fritz Hopfgartner vom VSC Graz, die Ziellinie und die Rampe, die alle Teilnehmer nochmals ein wenig dem “Läuferhimmel” näherbringen sollte.
Die Spitzengruppe der Läufer
wurde bald von Andreas Repp angeführt. Er konnte sich noch vor dem Ziel
absetzen und verwies in der neuen Rekordzeit von 33:04 min Michael Klapil und
Alexander Krenn auf die Plätze.
Das Rennen erreichte seine wirklich “heiße” Phase, als sich Georg Swoboda
und Heinz Prettenhofer im Duell um die Feuerwehrwertung dem Ziel und damit der
unbestechlichen Zeitnehmung der Firma Pentek Timing näherten – Kopf an
Kopf überquerten sie die Ziellinie.
Die Spannung war groß und das Ergebnis überraschend, denn die beiden
hatten die Startzeit ebenfalls gemeinsam ausgelöst, weswegen sie zeitgleich
als die Besten der beachtlichen Anzahl von 86 Feuerwehrkollegen gewertet wurden.
Auch heuer lieferten sich Laufgruppen der Polizei und der Jugendfeuerwehr “brennende”
Duelle.

Karin Streinz (SV Schwarzlackenau)
konnte ihren Vorjahreserfolg in der Frauenwertung wiederholen, obwohl sie heuer
beachtliche Konkurrenz hatte. Beinahe 110 Athletinnen musste sie hinter sich
lassen, unter ihnen auch ihre Kollegin Viera Toporek.
Natürlich erhielten alle Damen den obligaten Blumengruß im Ziel,
überreicht von OK Chef Harald Habermayer, der alle anderen Zielankömmlinge
ebenfalls persönlich empfing.
Auch für Nachzügler waren die Tische der Labestelle im Ziel noch reichlich
gedeckt.
Die Luftburg und die professionelle Kinderbetreuung verkürzte die Zeit für die jungen Zuschauer auch während der Siegerehrung, die pünktlich begann. Branddirektor Dipl. Ing. Dr. Friedrich Perner (natürlich auch als Läufer aktiv) überreichte nach einer kurzen Präsentation der Weltmeisterschaftsmannschaft 2001 die Pokale an die Klassensieger.
Die Live-Übertragung der Veranstaltung im Internet durch die Fa. "www.funknetz.at" gab vielen die Möglichkeit, dieses Lauffest auch aus der Ferne mitzuverfolgen – und die meisten dachten sich wohl: “FEUERWEHRLAUF 2002 – da bin ich dabei!”
Alexander Mateyka
Eindrücke vom 4. Feuerwehrlauf aus der Sicht eines Laufneulings
Am 29. April 2001 nahm ich zum ersten Mal an einem Laufwettbewerb teil – am 4. Wiener Feuerwehrlauf, der über eine Distanz von 10 km führt. Obwohl ich diese Distanz schon öfters gelaufen war und ich damit nie Probleme hatte, klagte ich schon in der Aufwärmphase über einen leichten Krampf in der rechten Wade. Glücklicherweise war auch Andi, ein staatlich anerkannter Masseur, am Start, der mich von diesem Krampf erlöste. Ich ging an meine Startposition und wartete gespannt auf den Startschuss.
Zu Beginn reihte ich mich unter den Läufern ein, die mit einer fünfzigminütigen Laufzeit rechneten. Bald erkannte ich, dass ich mich ein wenig weiter vorne hätte einordnen sollen. Das Starterfeld, in dem ich mich befand, lief zu langsam und durch die große Anzahl an Läufern war ein Überholen sehr schwierig. Nach nur 4:25 Minuten passierte ich die Markierung bei Kilometer 1 – für mich eine “Wahnsinnszeit”. Nun war ich doch froh, etwas weiter hinten gestartet und so von den vielen Startern an einem noch schnelleren Beginn gehindert worden zu sein – möglicherweise hätte ich ein noch schnelleres Anfangstempo nicht durchgehalten.
Bei Kilometer 2 lichtete sich das Läuferfeld, und ich konnte, immer auf gleicher Höhe mit Kollegen von der “L” – Robert Kollmann, Andreas Lukner, Günther Vrhel und Michael Benda –, mein Tempo frei wählen. So liefen wir gemeinsam bis Kilometer 3. Ab diesem Punkt wurde der Abstand zu meinen Freunden immer größer – rannte ich schneller? – wurden sie langsamer? Ich weiß es nicht.
Ich lief nun „alleine“ Kilometer 4 entgegen, als sich ein Ziehen in meiner rechten Wade verspürte, jedoch konnte ich, trotz leichter Schmerzen, mein Tempo halten und bis Kilometer 5 war ich 22:10 Minuten unterwegs. Zwischen Kilometer 5 und 6 versuchte mich eine junge Frau, die selbst nur wenig schneller als ich war, zu überholen. Mein männliches Ego meldete sich, und ich hing mich an ihre Fersen. So liefen wir gemeinsam, abwechselnd das Tempo machend, bis über die Kilometermarke 8. Zu diesem Zeitpunkt wurde im Ziel schon der Sieger gefeiert.
Die Schmerzen in meiner Wade wurden stärker, so dass ich schon daran dachte aufzugeben. Doch nach der Überquerung der Jedleseer Brücke wusste ich, dass es mir gelingen werde, mich “durchzubeißen”. Ich brachte auch Kilometer 9 hinter mich. Ein Zielsprint war mir schließlich aufgrund meiner Schmerzen nicht mehr möglich, jedoch war ich mit meiner Zeit von 44:42 Minuten sehr zufrieden. Auch die anderen Läufer von der “L” wie Martin Nigl, Erwin Behounek und Harald Simon liefen mit hervorragenden Zeiten durchs Ziel.
Auch wenn ein Wettbewerb etwas ganz anderes ist als der Lauf ohne Druck am Wochenende, machte es großen Spaß, und ich werde beim nächsten Feuerwehrlauf sicherlich wieder teilnehmen.
Peter Klco
© 1999 - 2002 - firefighter.at - Das Online Magazin der Wiener Berufsfeuerwehr