Einstellungsvoraussetzungen - WBFW
Folgende Voraussetzungen sind für die Einstellung als Feuerwehrmann zu erfüllen:
1. Zur Zeit
der Einstellung Alter von nicht mehr als 26 Jahren.
2. Staatsbürgerschaft eines EU-Landes
3. Einwandfreier Leumund (keine Vorstrafe)
4. Abgeschlossene Berufsausbildung (Maturanten oder Studenten bzw. abgeschlossenes
technisches Studium für die Offizierslaufbahn)
5. Abgeleisteter Präsenz- oder Zivildienst
6. Körperliche Eignung (Eignungsprüfung, u. a. 30 Liegestütz,
5 Klimmzüge usw., keine Brillenträger)
7. Praktisch-technisches Verständnis, befriedigende Kenntnis der deutschen
Sprache und der Grundrechnungsarten
8. Schwimmprüfung (Grundschein) nach den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft
der Wasserrettungen (wie z.B. ASBÖ, ÖWR, JRK)
9. Führerschein der Klasse B
Zur Zeit gibt es ca. 200 Aufnahmewerber, welche die erforderlichen Prüfungen bereits abgelegt haben. Neue Bewerber haben daher zur Zeit nur geringe Erfolgsaussichten.
Grundausbildung
Nach der
Einkleidung beginnt ein zehnwöchiger Intensivkurs, der im Acht-Stunden-Dienst
absolviert wird. Im Verlauf dieser Grundausbildung erwirbt der Jungmann all
jene Kenntnisse, die für seine Tätigkeit im Feuerwehrdienst im Rahmen
einer Löschgruppe erforderlich sind. Weiters wird ihm das nötige
Grundwissen über die Organisation der Feuerwehr, den Fahr- und Maschinendienst,
das Nachrichtenwesen und Erste Hilfe vermittelt. Nach jeweils 25 Ausbildungstagen
ist eine Prüfung abzulegen. Erreicht man das Prüfungsziel nicht,
so wird die Ausbildung abgebrochen.
Nach Beendigung der Grundausbildung wird der junge Feuerwehrmann in den 24-Stunden-Dienst
überstellt. Er versieht Dienst auf einer der 25 Feuerwachen. Hier wird
die Ausbildung fortgesetzt.
Ausbildung zum Oberfeuerwehrmann
Jeweils acht
Monate im Jahr laufen der Branddienstkurs, der Schadstoffkurs und der Kurs
für den technischen Hilfsdienst. Bei all diesen Kursen muß eine
Mindestpunktezahl erreicht werden. In den Sommermonaten wird der Wasserdienstkurs
abgehalten.
Daneben kann man sich freiwillig zum Tauchdienst und zur Schiffsführerausbildung
melden.
Hat ein Feuerwehrmann diese Kurse absolviert, ist er Oberfeuerwehrmann. Nun
kann er sich für eine der drei Sparten des Feuerwehrdienstes (Branddienst,
Fahr- und Maschinendienst, Nachrichtendienst) entscheiden.
Chargenschule
Der Oberfeuerwehrmann
kann sich um Einteilung in die Chargenschule des Branddienstes, des Fahr-
und Maschinendienstes oder des Nachrichtendienstes bewerben. Die Ausbildung
zur Charge dauert acht Monate. Hat der Feuerwehrmann all diese Schulungen
erfolgreich abgeschlossen und ist ein entsprechender Dienstposten frei, wird
er zunächst Löschmeister.
Mit immer steigender Verantwortung und weiterführender Schulung kann
er folgende Laufbahn durchlaufen: Brandmeister, Oberbrandmeister, Hauptbrandmeister,
Inspektionsbrandmeister.
Im Branddienst sind die Löschmeister und Brandmeister Gruppenkommandanten.
Der Oberbrandmeister ist Wachkommandant einer Gruppen- bzw. Zugswache. Er
kann auch fallweise als Zugskommandant eingesetzt werden. Die Aufgaben eines
Zugskommandanten fallen in den Tätigkeitsbereich eines Hauptbrandmeisters.
Der Leiter der Dienstführung ist ein Inspektionshauptbrandmeister.
Inspektionsrauchfangkehrer
Eine Spezialgruppe innerhalb des Branddienstes sind die Inspektionsrauchfangkehrer. Diese Feuerwehrmänner sind für die Überprüfung und Überwachung der in Wien tätigen Rauchfangkehrer zuständig. Jeder Inspektionsrauchfangkehrer ist ein durch die Innung geprüfter Meister.
Offiziersausbildung
Die Offiziersausbildung dauert mehr als zwei Jahre. In dieser Zeit durchläuft der Offiziersanwärter zuerst die allgemeine Feuerwehrausbildung. Er wird dann weiter zum Einsatzleiter ausgebildet und muß außerdem eine Ausbildung zum Amtssachverständigen für Brandschutz absolvieren. Nach den einzelnen Ausbildungsabschnitten ist jeweils eine Prüfung abzulegen. Die Abschlußprüfung ist kommissionell und wird von den Mitgliedern der Feuerwehrdirektion abgenommen.
Weiterbildung
Die laufende theoretische und praktische Weiterbildung findet zum Teil in eigenen Seminaren, aber auch im Rahmen von Gesamtübungen statt. Hier werden wöchentlich die Kräfte einer Sektion auf der Hauptfeuerwache zusammengezogen. In Vorträgen und praktischen Schulungen werden Neuerungen vorgestellt und das Zusammenspiel der einzelnen Löschgruppen speziell geübt und perfektioniert.
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