
ING. Alexander Markl
Wo kommen
wir her, wo gehen wir hin und gibt es eigentlich ein Leben vor dem Tod?
Fragen über Fragen,
doch LeserInnen des Firefighters können sich freuen, denn sie erhalten eine
Antwort: Wir kommen von daheim, gehen in den Dienst und das - wenn man die
aktuellen Debatten vefolgt - möglichst bis zum Tod. So einfach ist das.
Aber halt, denn an dieser Stelle stellt sich eine wichtige Frage: Wollen wir
das wirklich?
Es ist modern geworden, die Leistungen der Beamten in Frage zu stellen. Nach
Einsparungsmöglichkeiten gefragt, wissen die meisten Politiker auch sofort,
wo man den Rotstift ansetzen könnte: beim öffentlichen Dienst. Auch in diversen
Medien wird zeitgeistkonform immer wieder von „Mehr privat und weniger Staat“
gesprochen. Auch dass Privatfirmen alles viel besser und professioneller können,
wird gerne publiziert.
Aber aufgepasst: In Österreich gab es mehrere Monate keine Regierung. Trotzdem,
böse Zungen behaupten, gerade deswegen brach kein Staatsnotstand aus und unter
anderem wurden auch alle Brände erwartungsgemäß gelöscht. Wenn in einer derartigen
Situation alle anfallenden Aufgaben problemlos bewältigt werden bedeutet das,
dass hier ganz offensichtlich grossartige Beamte am Werk sind! Zu den ohnehin
nicht schwindelerregenden Bezügen dieser Berufsgruppe ist folgendes anzumerken:
Who gives peanuts just gets monkeys!
Auf die Feuerwehr - und hier speziell auf die jüngeren Kollegen wie mich (:-))
- kommen unter Umständen schwierige Zeiten zu. Es erscheint daher angebracht,
kontinuierlich auf die Risiken, Gefahren und gesundheitsschädlichen Konsequenzen
dieses Jobs hinzuweisen. Aber auch den Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit
soll im Firefighter in Zukunft Raum gewidmet werden, allerdings ohne erhobenen
Zeigefinger, wie es in der Vergangenheit angeblich passiert ist. Schließlich
leben Menschen, die gar kein kleines Laster haben, meist auch nicht viel länger
als die anderen, es kommt ihnen nur wie eine Ewigkeit vor!
Wie in den vorangegangenen Ausgaben habe ich auch im vorliegenden Heft versucht,
Themen aufzugreifen, von denen ich glaube, dass sie viele Kollegen interessieren.
Über Anregungen, Vorschläge oder gar Beiträge bin ich immer sehr dankbar,
wobei die Übermittlung nicht nur per E-Mail (a.markl@xpoint.at)
möglich ist, sondern auch - ganz ohne das „neumodische Glumpert“ - mit einem
Kuvert über die Dienstpost funktioniert. Es wurde in der vorliegenden Ausgabe
nicht nur das Layout geringfügig modifiziert, sondern es wurde auch versucht,
die Regeln der „Neuen Rechtschreibung“ zu berücksichtigen.
Sollten Sie trotzdem Fehler finden, muss ich mit aller gebotenen Deutlichkeit
betonen: das ist Absicht! Nur so kann ich feststellen, wer den Firefighter
wirklich aufmerksam gelesen hat.
Abschließend darf an dieser Stelle bemerkt werden, dass der Betrieb Feuerwehr
dank Ihrer Mitarbeit im Wesentlichen sehr gut funktioniert. Aber selbst wenn
einmal etwas schiefgeht, denken Sie immer daran: nur mittelmäßige Menschen
sind ständig in Höchstform!
Viel Spaß mit dem vorliegenden Heft wünscht
