Vorwort von Fritz Svihalek

Amtsführender Stadtrat für Umwelt und Verkehrskoordination

Als ressortzuständiger Stadtrat für die Wiener Berufsfeuerwehr komme ich der Bitte um eine kurze Einleitung für die letzte Ausgabe des Firefighter in diesem Jahr gerne nach. Dies umso mehr, als die Wiener Berufsfeuerwehr unter Branddirektor DI Dr. Friedrich Perner, und in weiterer Folge auch der K-Kreis (Die Helfer Wiens), deren Präsident ich bin, stets verlässliche Partner für die Stadt Wien darstellen - beim Brandschutz genau so wie beim Katastrophenschutz.

Die grässliche Katastrophe von Kaprun hat uns erschreckend vor Augen geführt, dass überall und jederzeit ein gewaltiges Verhängnis ausbrechen kann, niemand ist davor gefeit. Aber zumindest sollten wir das Erdenkliche und Menschenmögliche unternehmen, um für den Fall des Falles gerüstet zu sein. Nicht umsonst heißt die MA 68 - Feuerwehr und Katastrophenschutz. Freilich haben Katastrophenfälle im Umfeld einer Großstadt andere Charakteristika und Ansätze für die Bewältigung.

Im Zusammenwirken mit dem schon erwähnten K-Kreis hat die Wiener Berufsfeuerwehr ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das im kommenden Jahr in jedem Wiener Haushalt - nicht durch Zwang, sondern durch Einsicht in die Notwendigkeit - vorhanden sein sollte: Neben einer Bevorratung für mindestens drei Tage auch ein Vorrat an Klebedichtungen für Fenster und Türen, um das Eindringen gefährlicher Bestandteile in der Luft möglichst zu unterbinden.Der Wiener Bevölkerung wird damit einmal mehr signalisiert, dass die für Brandschutz und Katastrophenschutz in dieser Stadt Verantwortlichen die Situation immer wieder neu überdenken.

Die herankommende Jahreswende gibt mir auch die willkommene Gelegenheit, allen Mitgliedern der Wiener Feuerwehr für die im zu Ende gehenden Jahr geleistete schwierige und verantwortungsvolle Arbeit herzlich zu danken sowie Ihnen und Ihren Angehörigen alles Gute für die Festtage und das Jahr 2001 zu wünschen!